Kolumne

Kloster Ottobeuren – Ein kulturelles Glanzlicht Oberschwabens

Die Benediktinerabtei Kloster Ottobeuren gehört zur Diözese Augsburg. Die Abtei liegt in Ottobeuren in Oberschwaben. Die Klosteranlage zählt zu den Hauptwerken des Barock in Europa.

 

Das Kloster wurde 764 von dem alemannischen Adligen Silach gegründet und wurde den Heiligen Alexander von Rom und Theodor von Sitten gewidmet. Die Mönchsgemeinschaft wurde durch die Kirchenreform gestärkt und entwickelte sich entsprechend gut weiter. So wurde sie im Mittelalter zu einer Reichsabtei. In ihre Zuständigkeit fielen beispielsweise auch 27 Dörfer, die in der Umgebung lagen. Im späten Mittelalter jedoch wurde das Kloster Ottobeuren unter die Herrschaft des Bischofs von Augsburg gestellt und ein innerer Verfall setzte ein. Das Kloster blieb, während viele andere Kirchen durch die Reformation bzw. Bilderstürmer heimgesucht und verwüstet wurden, ohne große Schäden erhalten.

 

1802 kam es zur kurzfristigen Auflösung des Klosters Ottobeuren, aber schon 1835 wurde es als Ableger des Klosters St. Stephan Augsburg wieder bewohnt. Ab 1918 wurde Ottobeuren als eigene Abtei weiter geführt. Während dem Zweiten Weltkrieg wurden hier auch die Brunnenfiguren der Prachtbrunnen in Augsburg vor den Bomben in Sicherheit gebracht.

 

Andere Schmuckstücke und kulturelle Highlights sind dauerhafte Begleiter des Klosters geblieben: Seit 1945 finden die Ottobeurer Konzerte mit berühmten Dirigenten statt. Es gibt ein Klostermuseum in der barocken Anlage, sowie repräsentative Räume wie den Kaisersaal, der den Wohlstand des Klosters und seine wirtschaftliche Bedeutung verdeutlichen. Ebenfalls sehr interessant ist die Alte Bibliothek des Klosters Ottobeuren. Sogar ein eigenes Skriptorium wurde ab dem 12. Jh. in Ottobeuren geführt, so dass hier einige wertvolle Bücher lagern.

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