Kolumne

Kitzingen – Die fränkische Weinstadt

Von: Jan Sievert

foto-jan-25Wenn der Herbst wieder kommt und die Blätter an den Bäumen in ein leuchtendes Farbenmeer verwandelt, dann werden an den fränkischen Mainhängen auch wieder die Trauben reif. Besonders in den vergangenen Jahrhunderten läutete der Herbst dann für die Weinhandelsstadt Kitzingen die wohl beste Zeit des Jahres ein.

Kitzingen liegt direkt am Main - Foto: Stadt Kitzingen

Kitzingen liegt direkt am Main – Foto: Stadt Kitzingen

Um 745 n. Chr. als Nonnenkloster gegründet, entwickelte sich bis spätestens zum 11. Jahrhundert bereits eine kleine Siedlung, die ab da stetig wuchs. Ein bedeutendes Jahr in der Geschichte des Stadt war 1482, als sich zahlreiche Bischöfe und Abgesandte fränkischer Fürsten in der Stadt trafen, um die Weinpanscherei einzudämmen. Ergebnis der Versammlung war das Kitzinger Weingesetz von 1482 bzw. das 1. Fränkische Weingesetz, welches besagte, was im Wein enthalten sein darf und was nicht, andernfalls wurden die Fässer beschlagnahmt und eine Strafe verhängt. Das Kitzinger Weingesetz galt nahezu im gesamten süddeutschen Raum und machte die Stadt somit als fränkische Weinstadt bekannt.

Heute leben in der Stadt am Main rund 20.000 Menschen. Ebenso einmalig wie ihr Ruf als fränkisches Weinzentrum, ist das Fastnachtsmuseum im Falterturm, welcher zusammen mit der alten Mainbrücke eines der Wahrzeichen Kitzinges ist. Neben dem Turm und der Brücke gibt es in Kitzingen jedoch noch weit mehr zu sehen und zu entdecken. Die Altstadt besticht mit ihrem Charme der vergangenen Jahrhunderte, in der es neben unzähligen historischen Bürgerhäusern auch etliche Kirchen aus nahezu allen Epochen gibt. Kitzingen ist jedoch nicht nur im Herbst eine besondere Stadt. Darum nehmen sie sich einfach mal die Zeit und statten der Weinstadt am Maindreieck einen Besuch ab.

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