Kolumne

Kirchweihnudeln – so hat sie die Oma gebacken

Von: Tanja Ranzinger

Hier ist ein altes Rezept aus dem Backbuch meiner Oma, es wurde von Generation zu Generation weitergegeben: die Kirchweihnudel.

750 Gramm Mehl
2 Würfel Hefe
250 ml Milch
1 Becher süßen Rahm
1 Becher sauren Rahm
2 EL Zucker
200 Gramm Butter
1 TL Salz
5 Eier
200 Gramm Rosinen
zum Bestreuen Zucker und Zimt
Fett zum ausbacken

So wird´s gemacht:

Die schmecken auch, wenn grad keine Kirchweih ist.

Das Mehl wird in eine große Schüssel gesiebt, anschließend löst man die Hefe in 250 ml lauwarmer Milch auf, schüttet die Hefe-Milchmischung in eine Vertiefung, welche in das Mehl gedückt wurde. Nun wird etwas gewartet, bis die Hefe-Milch gegangen ist. (Das bedeutet, diese schäumt auf und ist deutlich größer) Nun mischt man den süßen und sauren Rahm dazu, gibt den Zucker dazu und die geschmolzene Butter. Alles wird mit einem Kochlöffel verschlagen. Nun müssen die 5 Eier untergeschlagen werden. Mit dem Kochlöffel wird der Teig solange kräftig geschlagen, bis er richtige Blasen wirft. Meine Oma sagte immer: „Da bekommst a Schmalz“ was soviel bedeutet wie, dass man Kraft in den Armen bekommt, denn anstrengend war dies schon.

Nun werden noch die Rosinen zugegeben und untergearbeitet. An einem warmen Ort lässt man die Schüssel samt Hefeteig, welche mit einem Küchentuch abgedeckt wurde, eine gute Stunde gehen. Ist der Hefeteig deutlich größer, werden mit einem großen Löffel Teigstücke abgestochen. Diese Teigstücke formt man zu einer runden Kugel und legt diese auf ein bemehltes Brett, wo sie erneut zu gehen hat. Ist die Kirchweihnudel doppelt so groß, wird ein Messer in heiße Butter getaucht. Nun werden die Teigkugeln sternförmig eingeschnitten, damit die Kirchweihnudeln beim Backen aufspringen kann und ihre typische Form bekommt.

Die Oma hat die Kirchweihnudeln immer in ihrem schwarzen Schmalztopf schwimmend ausgebacken und dann mit Zimt und Zucker bestreut. Meistens hat sie einen großen Korb voll gebacken, damit die Kirchweihnudeln auch für alle gereicht haben. Am besten schmecken sie natürlich lauwarm.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und Essen.

2 Kommentare zu Kirchweihnudeln – so hat sie die Oma gebacken

  1. Elke Höfer // 20. Oktober 2011 um 21:39 //

    Ich hab das Rezept letzten Sonntag ausprobiert!!! Super Lecker – Meine Kinder waren begeistert und würden jetzt am Liebsten jeden Tag Kirtanudeln essen.

  2. Hallo Elke das freut mich, dass die Kirchweihnudeln gelungen sind. Kinder sind sowieso die Besten Kritiker. Sicherlich werden wir noch weitere alte Rezepte ausgraben. Schau einfach immer wieder vorbei bei uns.

    LG Tanja

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