Kolumne

Kelheim oder Cheleheim – die alte Herzogstadt in Niederbayern

Von: Tanja Ranzinger

Idyllisch gelegen am Ausgang des Donaudurchbruches liegt die Stadt Kelheim. Bei Ausgrabungen wurde entdeckt, dass sich bereits die Neandertaler dort niedergelassen hatten. Die Geschichte ist im gleichnamigen Landkreis allgegenwertig. So befinden sich im Stadgebiet von Kelheim bronzezeitliche Grab- und Siedlungsfunde, welche bis etwa 2.000 v. Chr. zurückgegen. Die erste urkundliche Erwähnung der Herzogstadt war im Jahr 866. Im Besitz der Wittelsbacher war Kelheim im 11. Jahrhundert. 1181 wurden der Kelheim durch den Bayernherzog Otto I. die Stadtrechte verliehen. Ihren Beinamen Herzogstadt hat sie, weil sie als bevorzugte Residenz des bayerischen Herzogsgeschlechtes galt.

Kehlheim sehen und erleben

Kelheim von der Befreiungshalle aus gesehen – Foto: Patrick Huebgen

Sehenswertes gibt es vieles, doch was Sie unbedingt einmal gesehen haben sollten ist der Donaudurchbruch mit dem Kloster Weltenburg. Bis zu 80 Meter hohe Felswände begrenzen den Durchbruch, zu der ein Wanderweg führt. Dieser reicht von Kehlheim, vorbei am Durchbruchstal, bis zum Kloster Weltenburg. Dort angekommen, erwartet die Besucher nicht nur die Benediktinerabtei, auch ein toller Biergarten, welcher von der Klosterbrauerei betrieben wird. Dieser lädt zum Verweilen und Rasten ein. Frisch gebrautes Bier und deftige Schmankerl sind die Belohnung nach einer tollen Wanderung durch das Altmühltal. Natürlich sollte bei all der Schönheit der Natur das älteste Kloster Bayerns nicht vergessen werden zu besichtigen. Gegründet wurde das Kloster im Jahr 617. Heute leben dort noch 14 Mönche nach den Regeln des kl. Benedikt.

Über Kelheim thront auf dem Michelsberg die Befreiungshalle – Foto: Richard Bartz

Die Befreiungshalle auf dem Michelberg zählt zu den größten Denkmälern der Stadt. König Ludwig I. von Bayern hatte den Bau 1842 in Auftrag gegeben. Besonders imposant sind die 18 Kolosalstatuen, welche sich außen um die Befreiunghalle herum befinden. Im Inneren des Rundbaus, welcher ein großer Kuppelsaal ist, befinden sich 18 Siegesgöttinnen.

Und wo wir schon auf geschichtlichen Pfaden unterwegs sind, die älteste und noch existierende Weißbierbrauerei, das „Weiße Brauhaus“ wurde 1607 gegründet und braut bis heute das bekannte Kristallweizen.

Lust auf der Donau zu schippern?

Dann sind Sie in Kelheim genau richtig. Mit dem Schiff durch den Donaudurchbruch zu schippern ist ebenso ein spannendes Abenteuer. Täglich werden unterschiedliche Linien gefahren. Der aktuelle Fahrplan ist auf www.schiffahrt-kelheim.de zu finden, die Schiffe verkehren ab Mitte März.

1 Kommentar zu Kelheim oder Cheleheim – die alte Herzogstadt in Niederbayern

  1. Hallo liebe Bayern-Blogger!

    Ich habe gerade euren tollen und interessanten Blog entdeckt und den Beitrag zu Kelheim.
    Für Urlaub in Kelheim und Umgebung möchten ich gleich noch einen Link hinzufügen: http://www.tourismus-landkreis-kelheim.de
    Außerdem bloggen wir auch regelmäßig unter: http://altmuehltal-donaudurchbruch.blogspot.com/
    Schaut doch mal vorbei!

    Viele Grüße vom Donauufer!
    Elisabeth Niekel vom Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V.

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