Kolumne

Keine Pferde mehr in Rothenburg ob der Tauber

Von: Holger Schossig

foto-holger-23Die Stadt Rothenburg ob der Tauber im mittelfränkischen Landkreis Ansbach zieht jährlich rund zwei Millionen Besucher aus der ganzen Welt an. Kein Wunder, handelt es sich doch hier um eine Stadt, die einen sehr gut erhaltenen, historischen Stadtkern mit Stadtmauer und vielen hübschen Fachwerkhäusern aufweist. Was würde zu so einer Stadt wohl besser passen, als diese mit der nostalgischen Pferdekutsche zu besichtigen – was ja im Übrigen in vielen deutschen Städten möglich ist. Das aber ist nun Vergangenheit.

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Die historische Altstadt von Rothenburg – Foto: © Schwamma / PIXELIO

Ein Gericht hat der Stadt Rothenburg Recht gegeben, die gegen das Betreiben von Pferdekutschen in der Innenstadt geklagt hatte. Die Richter sahen es dann ebenfalls so, wie der Kläger: Das Zusammenspiel von engen Gassen und Touristen mit Pferden sei einfach zu gefährlich. Bis auf Weiteres werden deswegen Pferdegespanne in Zukunft also nicht mehr durch Rothenburg fahren. Bis auf Weiteres deswegen, weil der Richter zur Auflage machte, dass sich die Stadt mit den ansässigen Fuhrhaltereien in Verbindung setzen muss und alternative Strecken aushandeln soll, die für Mensch und Tier unbedenklich sind. Eine zeitliche Vorgabe wurde  nicht gemacht, sodass noch nicht klar ist, wann und ob jemals wieder Pferdekutschen durch Rothenburg fahren werden.

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