Kolumne

Kamele in der Oberpfalz – eine Fata Morgana?

Von: Anja Bergler

foto-anja-21Böse Zungen behaupten ja, in Bayern gäbe es mehr Rindviecher als Einwohner. Das mag vielleicht auch stimmen, allerdings gehen die Meinungen hier doch recht kräftig auseinander. Unbestritten ist jedoch, dass man in der Oberpfalz auch Kamele reiten kann. Dafür muss man nicht mehr in das entfernte Tunesien oder nach Dubai reisen. Wie ist das möglich?

Im Osten der Oberpfalz, direkt an der tschechischen Grenze, liegt im idyllischen Städtchen Arnschwang die Attraktion Camel-City.

Den Kamelen ganz nah

Fast wie in der Heimat: Hier fühlen sich die Kamele sichtlich wohl - Foto: Camel-City

Fast wie in der Heimat: Hier fühlen sich die Kamele sichtlich wohl – Foto: Camel-City

Die kleine aber feine Kamelfarm bietet den Besuchern die Möglichkeit, einmal Kamele aus der Nähe zu bewundern. Hier kann man sich auch umfassend über die Herkunft, Pflege und Haltung der Kamele informieren. Wer den Mut hat, kann auch an einem Reitausflug durch den Bayerischen Wald teilnehmen. Dieser Ausritt wird definitiv ein Erlebnis für die ganze Familie werden. Man muss hier nicht einmal reiten können. Die Kamele sind sehr ruhig und zutraulich, sodass man sich ganz beruhigt auf den Rücken der „Wüstenschiffe“ begeben kann.

Der Gründer und Besitzer der Farm, Stefan Weingärtner hat sich schon von Kindesbeinen an mit Tieren beschäftigt. Alles begann allerdings mit einer Pferdezucht. Doch durch einen Besuch in Tunesien war dessen Leidenschaft für Kamele erwacht und der Traum, ein eigenes Kamel zu besitzen, sollte bald Wirklichkeit werden.

“Ali” war das erste Kamel

Von einem Zirkus erwarb er sein erstes Kamel und es sollten bald noch mehr dazukommen. Der Grundstein für die Kamelfarm wurde so gelegt und das Vorhaben in die Tat umgesetzt. Das vorhandene Grundstück war hierfür sehr gut geeignet. Man legt auf der Kamelfarm sehr großen Wert auf artgerechte Haltung. Selbst die Nachbarn sind mittlerweile mit dem ungewohnten Anblick der Kamele auf der Weide vertraut und haben sich daran gewöhnt.

Weitere Bewohner der Kamel-Farm Camel-City sind sehr zahme Totenkopfäffchen, die sich im gesamten Stall völlig frei bewegen und herumspringen können und jeden Gast neugierig empfangen.

Ein Schluck aus der Pulle ist auch für Kamele sehr erfrischend - Foto: Camel-City

Ein Schluck aus der Pulle ist auch für Kamele sehr erfrischend – Foto: Camel-City

Camel-City ist während der bayerischen Schulferien von 12 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Ansonsten nur von Freitag bis Sonntag zur selben Zeit. Montag ist traditionell Ruhetag. Wer sich also einmal auf einem Kamel durch die bayerischen Lande fortbewegen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Weitere Informationen, wie Eintrittpreise, Wissenswertes, Informatives zu den Ausflügen erfahren Sie direkt auf der Homepage von Camel-City. Dort stehen auch ein Forum sowie ein Chat zur Verfügung. Der Internetauftritt bringt Ihnen die kleine Kamel-Farm bereits im Vorfeld virtuell etwas näher. Hier erfahren Sie auch, welche unterschiedlichen Arten es gibt. Oder kennen Sie den Unterschied zwischen einem Kamel und einem Dromedar?

Ich wünsche viel Spaß und Vergnügen!

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