Kolumne

Investment Trends: Wo man noch Renditen erzielen kann!

Das Ziel der wohl meisten Anlieger liegt natürlich darin, möglichst hohe Renditen zu erreichen. Doch viele stellen sich die Frage, wie das eigentlich geht und ob die renditestarken Geldanlage für jeden geeignet sind. Zudem verändern sich beispielsweise hoch angesehene Renditen mit der Zeit, denn beispielsweise wirkt sich die aktuelle Niedrigzinsphase auch indirekt auf die meisten Geldanlangen aus.

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Vor 30 Jahren waren Renditen um die 6,25 % durchaus möglich. Heute erhalten Anleger ca. bis zu 2,20 % Zinsen auf ihr Festgeld. Alles, was darüber hinausgeht, lässt sich nur mit entsprechenden Verlustrisiken erreichen.

Crowdinvestments und Crowdlendings bieten im deutschsprachigen Raum die Möglichkeit, bis zu 10 % Rendite jährlich zu erreichen. Klar muss allerdings sein, dass der Anleger hier mit dem Risiko leben muss, dass er das eingesetzte Vermögen komplett verlieren könnte. Wo lassen sich noch überdurchschnittlich hohe Renditen erzielen?

➔ Kryptowährungen

Diese digitalen Währungen werden dezentral verwaltet. Dank starker Kursgewinne sind Kryptowährungen beliebte Spekulationsobjekte geworden. Besonders liegt das an der Währung Bitcoin. Weder der gängige Bitcoin noch Ethereum repräsentieren Sachwerte. Ihren Wert erhalten sie ausschließlich durch die Bereitschaft von denen, sie gegen Waren, Dienstleistungen und andere Währungen zu tauschen.

➔ Social Trading

Bei dieser Anlageform wird der digitale Wertpapierhandel mit Aspekten eines sozialen Netzwerks verknüpft. Anleger können Social Trading-Webseiten in öffentlichen Musterdepots ihre Aktienhandelsstrategie entweder präsentieren oder auch einfach die Strategien anderer kopieren. Das Social Trading soll es Anlegern ermöglichen, von der Expertise erfahrener Trader zu profitieren. Auf diese Weise können dann auch sie die Chancen von Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren nutzen.

➔ Robo Advisors

Der Name Rob Advisor steht für Robot (Roboter) und Advisor (Berater). Hier wird in der Regel ein systematischer und größtenteils automatisierter Prozess verwendet. Er sorgt dafür, dass der Anleger einen Zugang zu einer professionellen Vermögensverwaltung bekommt. Gleichzeitig schützt er den Anleger von emotionalen und ungünstigen Anlageentscheidungen. Die Anpassung und Erstellung des Portfolios erfolgen in der Regel über einen Algorithmus, der alles laufend überwacht. Durch automatisierte Prozesse wird beispielsweise für Gebührensenkung gesorgt, oder auch für Steigerung der Effizienz. Robo-Advisors erfreuen sich wegen niedriger Gebühren und Mindestanlagesummen zunehmender Beliebtheit.

➔ Crowdlending (P2P Lending)

Crowdlending ist eine digitale Kreditvermittlung. Hier können Privatpersonen an andere Personen Kredite vergeben. Anleger, die nach alternativen Anlageformen suchen, werden mit den entsprechenden Kreditnehmern mittels Online-Plattformen zusammengebracht. Bis zu 10 % Zinsen jährlich sind hier möglich. Allerdings droht ein Totalausfall, wenn der Kreditnehmer seinen Kredit nicht zurückzahlen kann.

➔ Crowdinvesting in Startups

Bei diesem System wird Anlegern erlaubt, sich mit kleinen Beträgen an dem Risikokapital für junge Unternehmen zu beteiligen. Die Anleger werden im Erfolgsfall der Jungunternehmer finanziell am Erfolg beteiligt.

Erfolgsbeispiele zeigen, dass Anleger nach 3 bis 4 Jahren Rückkaufangebote mit Gesamtrenditen von 25 % bis 300 % für das Investment erhielten. Allerdings handelt es sich auch hier um eine Risikoanlage, bei der es immer wieder zu Totalausfällen kommen kann.

➔ Crowdinvesting in Immobilienprojekte

Auch hier ist möglich, dass sich Anleger mit kleinen Beträgen an Immobilien-Projektentwicklungen beteiligen. Für gewöhnlich handelt es sich jedoch nicht um den Immobilienkauf, sondern darum, ein Darlehen für Bauprojekte zu vergeben.

Über das Crowdinvesting erhalten hier die Projektentwickler einen Eigenkapitalersatz. So erhalten sie die Möglichkeit, eventuelle Finanzierungslücken in den jeweiligen Projekten zu schließen oder auch zusätzliche Projekte umsetzen.

Im Falle des Scheiterns droht auch hier der Totalausfall. Bei erfolgreichen Abschlüssen jedoch können zwischen 5 und 7 % Zinsen p.a. auf kurze Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten erwirtschaftet werden.

➔ Crowdinvesting in erneuerbare Energien

Hierbei handelt es sich um unterschiedliche Investitionen in verschiedenartige Projekte rund um die Erzeugung von erneuerbaren Energien. Das könnten zum Beispiel Solarstromprojekte oder der Bau von Biogasanlagen sein. Mit geringen Investitionen können sich hier Anleger an Darlehen für die Projekte beteiligen.

Auch hier, genau wie beim Crowdinvesting in Immobilienprojekte, können Projektentwickler einen Eigenkapitalersatz erhalten. So lassen sich auch hier Finanzierungslücken bei den Projekten schließen oder eben auch zusätzliche Projekte umsetzen.

Erfahrungsgemäß können Energieprojekte zwischen 5 und 10 Jahre andauern. Wie die Erfahrung gezeigt hat, können sie aber auch schnell an Planungsfehler scheitern, was für den Anleger einen Totalausfall bedeuten würde. Erfolgreich umgesetzte Projekte können aber Renditen bis zu 10 % p.a. erbringen.

Welche Renditeform passt zum Anleger?

Wichtig ist, sich über das magische Dreieck der Geldanlage im Klaren zu sein. Die drei Faktoren „Rendite“, „Sicherheit“ und „Liquidität“ stehen im Spannungsverhältnis zueinander. Legt ein Anleger besonderen Wert auf einen der Faktoren, so entfernt er sich automatisch von den anderen beiden. Nur für Anleger, die mit einem hohen Verlustrisiko umgehen können, sind hohe Renditen realisierbar. Anleger, die ihr Vermögen in erster Linie absichern möchte, werden auf jeden Fall eher mit einer relativ sicheren Geldanlage zufrieden sein.

Über Simon Schroeder (132 Artikel)
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