Kolumne

Highlight für Groß und Klein am 1. Mai: Das Aufstellen des Maibaums

Von: Sabine Hutter

foto-sabine-21Das Aufstellen des Maibaums gehört in Bayern nicht nur zur Tradition, sondern auch zum guten Ton. Jedes Dorf und jede Stadt, die etwas auf sich hält, stellt am 1. Mai eines Jahres den Maibaum auf. Der blau-weiße Stamm eines Nadelbaums wird mit vielen bunten Bändern geschmückt und die untere Hälfte ist meist mit Schildern verziert, auf denen die Handwerkszünfte der jeweiligen Stadt zu sehen sind.

Der Ursprung des Maibaums

So kennt man und so liebt man den Maibaum in Bayern - Foto: © Peter von Bechen / PIXELIO

So kennt man und so liebt man den Maibaum in Bayern – Foto: © Peter von Bechen / PIXELIO

Maibäume werden nicht nur in Bayern aufgestellt. Diese Tradition gibt es unter anderem auch in Österreich und Schweden, wobei sich der Zeitpunkt des Aufstellens unterscheidet. Eigentlich haben Maibäume ihren Ursprung im katholischen Glauben. Früher wurden während der Kirchweih geschmückte Stämme aufgestellt und später entstand der Ehrenmaibaum, mit dem einzelnen Personen geehrt wurden oder man präsentierte Preise an dieser langen Kletterstange. Im 19. Jahrhundert wurde der Maibaum vor allem zum Symbol der Selbständigkeit und man stellte ihn vor dem Rathaus der Gemeinde auf.

Sitten und Bräuche rund um den Maibaum

Das Aufstellen des Maibaums ist meist mit einem großen Dorffest verbunden. Die Bewohner des Dorfes tragen den Stamm gemeinsam in einer feierlichen Prozession durch die Siedlung und stellen den Maibaum an einer zentralen Stelle auf. Früher wurden zum Aufrichten des Baums Stangen zu Hilfe genommen, heute dürfen auch der Traktor oder ein Kran dabei helfen. Die Zuschauer vertreiben sich derweil die Zeit mit einer deftigen Brotzeit, die meist aus Bier, Weißwürscht und Brez´n besteht.

In einigen Dörfern und Städten steht der Maibaum nur bis zum Ende des Monats und wird anschließend für das nächste Jahr eingelagert, andere Gemeinden lassen ihr Prunkstück den ganzen Sommer über aufgestellt.

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