Kolumne

Guttenberg, eine Gemeinde mit Sonderstellung

Von: Sebastian Herbst

Guttenberg, diesen Namen kennen die meisten eigentlich aus der Politik, vom charismatischen Mann mit den vielen Vornamen, vom Bundesverteidigungsminister, von dem, der die Menschen in seinem Wahlkreis so begeistern konnte – natürlich ist die Rede von Karl-Theodor zu Guttenberg. Die Gemeinde Guttenberg im Landkreis Kulmbach ist vielen hingegen unbekannt.

Mit der Burg Guttenberg hat alles begonnen – Foto: PeterBraun74

Das ist auch nicht wirklich verwunderlich, gibt es hier gerade einmal rund 550 Einwohner – was Guttenberg im Übrigen zur kleinsten Gemeinde in Oberfranken und zur drittkleinsten Gemeinde in ganz Bayern macht. Ob diese Besonderheit nun an der direkten Verbindung mit dem aktuellen Politiker beziehungsweise der Adelsfamilie liegt, kann man nicht sagen – wohl aber, dass die Verknüpfung der beiden in jedem Fall sehr eng ist.

Schließlich gäbe es heute keine Gemeinde Guttenberg ohne die Vorfahren der Familie – Heinrich von Plassenburg erbaute hier nämlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts eine Burg, die er „Burg Guttenberg“ nannte, und so benannten sich auch seine Nachfahren. Auch heute noch wird das Erscheinungsbild der Gemeinde wesentlich durch die historischen Gebäude geprägt, die von der Familie Guttenberg erbaut worden sind. Besonders gilt es hier das Schloss Guttenberg sowie das heute noch teilweise erhaltene Untere Schloss zu erwähnen.

Bekannt wurde Guttenberg besonders durch die Familie, bringt diese doch seit drei Generationen in direkter Linie ausnahmslos deutschlandweit für Aufsehen sorgende Personen hervor. Da wäre Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, ehemaliger deutscher Politiker, sein Sohn Enoch Freiherr von und zu Guttenberg, ein Dirigent und Träger des Bundesverdienstkreuz, sowie noch einmal ein Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg – der „aktuelle“. Aber das ist ja wieder eine andere Geschichte. Oder etwa doch nicht?

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