Kolumne

Großer Aufruhr in der christlichen Gemeinde Augsburg

Von: Marcus Schweizer

foto-marcus-2Im Zuge der großen Krise in der Kirche ist das Lauffeuer nun auch in Augsburg angekommen. Es gibt mehrere Stimmen, die unter der Abgabe von Eidesstatt aussagen, dass der heutige Bischof Walter Mixa vor gut 20 Jahren Prügelstrafen ausgeübt haben soll.

Der damalige Pfarrer in Schrobenhausen war ein Mitbetreuer in einem Kinderheim, in dem die heutigen Ankläger untergebracht waren. Sie sagen aus, dass Schläge mit den Knöcheln auf Schulter bei Fehlverhalten gang und gäbe waren. Sogar andere Mitarbeiter sollen bei Regelverstößen mit Pfarrer Mixa gedroht haben, so gefürchtet soll der heutige Bischof gewesen sein. Aufgekommen war der Vorwurf erst vor wenigen Tagen, da die Beschuldigen anscheinend erst jetzt durch die vielen Missbrauchsfälle in der Kirche den Mut gefunden hatten, ihre Geschichte zu erzählen.

Der Segen hängt schief im Augsburger Dom - Foto: © Karl Weidenbacher / PIXELIO

Der Segen hängt schief im Augsburger Dom – Foto: © Karl Weidenbacher / PIXELIO

Bischof Mixa ist über die Vorwürfe empört und weist diese energisch von sich. Er habe niemals Hand angelegt und Kinder gezüchtigt, so seine Verteidigung. Er fordert eine kompromisslose Aufklärung der Vorwürfe, um seine Unschuld zu beweisen. Der Pressesprecher des Bistums hat jedenfalls alle Hände voll zu tun. Er stellt sich den Medien zur Verfügung, um den Bischof zu verteidigen und sagt dabei klar aus, dass das Bistum Schritte gegen die Ankläger überlegt, da die Vorwürfe mittlerweile deutschlandweit im Fernsehen ausgestrahlt werden. Brisant ist der Fall Mixa vor allem dadurch, dass darin die erste Person in einem hohen Amt in der Kirche involviert ist. Augsburg wird gespannt verfolgen, zu welcher Wahrheit die Ermittlungen führen werden.

Kommentar hinterlassen