Kolumne

Giftanschlag im Greifvogelpark Wunsiedel – Belohnung erhöht

Von: Marcus Schweizer

Im oberfränkischen Wundsiedel ist der Greifvogelpark Katharinenberg zu finden. Eine Attraktion für Jung und Alt. Hier können Greifvögel aus nächster Nähe bewundert werden. Solz ist man auch auf den Nachwuchs, der hier regelmäßig geboren wird. So auch im Juli diesen Jahres. Doch dieses Mal war alles anders. Denn genau auf diesen Nachwuchs wurde ein Anschlag verübt.

Der König der Lüfte – Foto: © Günther Alois / PIXELIO

Das Jungtier der Adlermutter Nikita überlebte dabei den Anschlag nicht. Gut eineinhalb Stunden kämpften die Pfleger um das Leben des jungen Adlers, doch alle Bemühungen scheiterten. Auf dem Dach wurden zwei Küken gefunden, bei denen sich nach einer Untersuchung in München Pflanzenschutzmittel fand. So ist eine absichtliche Vergiftung so gut wie sicher. Nun hat der Greifvogelpark in Wunsiedel die Belohnung für Tipps, die zur Ergreifung des Täters führen, auf 20.000 Euro erhöht. Die Informationen können nach Angaben der Parkbetreiber auch über Dritte übermittelt werden, die Informanten bleiben auf jeden Fall anonym. Ein tragischer Zwischenfall im Jahre 2010, dabei möchte der Park eigentlich mit ganz anderen Dingen auf sich aufmerksam machen. Jung und Alt erfreuen sich an den Vorstellungen des Parks, zahlreiche Veranstaltungen locken jedes Jahr viele Besucher nach Oberfranken.

Izek, Sina, Catho, Nora, Tashina, Nikita und Tonga sind die Namen der Greifvögel, die nach der Saison mit vielen Vorstellungen auf Beizjagd in den nahen Wäldern und der nahen Umgebung gehen. Neben Raben gehören auch Füchse und Hasen zum Beuteschema der Greifvögel. Jagd mag für viele Menschen grausam sein, doch es ist nun einmal die Natur der Tiere, sich Beute zu machen. Unter den Tieren sind Taggreifvögel, wie Bussarde, Habichte oder Falken. Zu den Nachtgreifvögeln gehören der Karpatenuhu, die Schneeeule, der Bartkauz und die Sperbereule. Bei den Großgreifvögeln beherbergt der Greifvogelpark Steinadler, Kordillierenadler, das Symbol von Amerika, den Weißkopfseeadler und auch den Steppenadler. Sogar die großen Geier, Weißrückengeier um genau zu sein, haben hier ihre Heimat gefunden. Die Vögel können die Besucher in voller Aktion bei den Vorstellungen sehen. Besonders für Kinder ein unvergessliches Erlebnis.

Bleibt zu hoffen, dass man die Tierquäler, die für den Anschlag verantwortlich sind, findet und zur Rechenschaft zieht. Was in den Köpfen mancher kranken Hirne vorgeht, das ist oft nur schwer zu verstehen…

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