Kolumne

Gebirge, Krüge, Creußen

Von: Sebastian Herbst

Idyllisch eingebettet zwischen Fichtelgebirge und dem Oberpfälzer Wald, im Zentrum des Landkreises Bayreuth und damit direkt in der Fränkischen Schweiz, liegt die Stadt Creußen. Unscheinbar, und aufgrund der nicht einmal 5.000 Einwohner, wird der kleine Ort gerne einmal übersehen, dabei bietet sich hier neben einer wunderschönen Landschaft, die durch knapp einem Dutzend 500 Meter hoher Berge geprägt wurde, im Winter auch ein wunderbares Skigebiet, das aufgrund seiner Weitläufigkeit und den sanften Steigungen vor allen Dingen zum Skilanglauf geeignet ist.

Hübsch gelegen, das Örtchen Creußen in Oberfranken – Foto: Maddin

Dass Creußen ein sehr schönes Fleckchen ist, das erkannte man schon vor über 1.000 Jahren, so wurde der Ort erstmals im Jahre 1003 urkundlich erwähnt, im Jahre 1358 wurde ihm schließlich das Stadtrecht verliehen. Danach wurde es erst einmal ruhig um Creußen, bis es dann, wie viele bayerische Städte, während der Hussitenkriege sowie des Dreißigjährigen Kriegs weitläufig zerstört wurde. Ein Déja-Vu gab es 1893, als Creußen von einem Brand heimgesucht wurde, der wohl einen erheblichen Anteil zu der Tatsache beitrugt, dass die Stadt bei Bayreuth heute nicht größer ist.

Heute ist Creußen vor allen Dingen für das sogenannte Creußener Steinzeug bekannt, also Tonkrüge, deren Materialzusammensetzung heute nicht mehr bekannt und auch nicht mehr nachvollziehbar ist. Einige der letzten und bedeutenden Stücke hiervon sind im Krügemuseum ausgestellt und noch heute sagt man, dass die während des 17. und 18. Jahrhunderts hier gefertigten Stücke, zu den feinsten und besten ihrer Art gehören.

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