Kolumne

Eine Kirchweih ohne Bauerngans gibt es nicht

Von: Tanja Ranzinger

Was wäre denn eine Kirchweih ohne die berühmte Gans. Schließlich freuen sich die Bauern das ganze Jahr auf das Fest und wollen entsprechend essen, trinken und tanzen.

Hier hab ich ein Rezept für Sie, welches Sie zu Hause selbst nachkochen können. Aber eines sollten Sie wissen, wer an Kirchweih zu Mittag eine Gans essen will, muss früh aus den Federn.

Sie brauchen:
1 Bauerngans (etwa 3,5-4 Kilo schwer)
Salz
Pfeffer
Beifuß
etwas Liebstöckel
2 Zwiebeln

Für die Soße:
Innereien der Gans und den Hals
2 Zwiebeln
2 Karotten
1 Zehe Knoblauch
Liebstöckel
Bratfett
¾ Liter Brühe
1 Schuss Rotwein
Salz
Pfeffer

Sieht schon verführerisch aus, nicht wahr? – Foto: © Mr_Karr / PIXELIO

Nun geht es an die Zubereitung:
Die Gans wird vorbereitet. Die Innereien und den Hals legt man erst einmal beiseite. Die Gans wird gewaschen, dabei wird das Bauchfett herausgenommen, trockengetupft und mit Salz und Pfeffer innen wie aussen gewürzt. Der Beifuß wird gehackt und dann in die Gans gegeben. Das Bauchfett welches zuvor entnommen wurde, dient nun als Unterlage auf dem Backblech. Darauf wird die gewürzte Gans gelegt. Die Zwiebeln werden geviertelt, eine davon wird ebenfalls in die Gans gesteckt, die andere legen Sie um die Gans auf das Backblech.

Nun muss die Gans bei niedriger Temperatur (150 Grad) für mindestens 4 Stunden in den Backofen. Während dieser Zeit sollte die Gans ab und zu gewendet werden. Nach den 4 Stunden wird die Temperatur auf 200 Grad erhöht, damit sie schön knusprig und braun wird.

In der Zwischenzeit kann man sich an die Beilagen machen, wie etwa das Blaukraut, welches gerne dazu gegessen wird. Am besten schmeckt sicherlich selbstgemachtes Blaukraut, ich glaube da sind wir uns einig.

Na dann, Mahlzeit! – Foto: © Michael Franke / PIXELIO

Für die Soße werden die Innereien und der Hals in Bratfett angebraten. Zwiebeln, Karotten, Knoblauch werden kleingeschnitten und mit angeröstet. Das Ganze wird dann, wenn es etwas Farbe bekommen hat, mit der Brühe abgelöscht. Erst jetzt wird der gehackte Liebstöckel zugegeben und alles weichgekocht. Dieser Sud kann nun etwa 2 Stunden leicht vor sich hinköcheln. Dann werden die Innereien und der Hals herausgenommen. Mit einem Pürierstab wird die Soße püriert und mit dem Rotwein, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Bayerische Klöße runden das Festessen ab.

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