Kolumne

Die Wimbachklamm – das Naturerlebnis im Nationalpark Berchtesgaden

Von: Eranie Funderburk

Mitten im Nationalpark Berchtesgaden befindet sich die Wimbachklamm. Das Areal erstreckt sich auf rund 200 Metern. Wer an der Wimbachklamm unterwegs ist, kann sich zudem am Wildbach Wimbach erfreuen. Wobei man vielleicht auch den Begriff Klamm kurz erklären sollte: Hierbei handelt es sich um eine besonders enge Schlucht mit Felswänden, die teilweise überhängen.

Atemberaubend schön, die Wimbachklamm – Foto: Eranie Funderburk

Entstanden ist die Wimbachklamm in der sogenannten Oberen Trias. Innerhalb der Klamm findet man Gesteinsbruchstücke aus Flaserkalk, Radiolarit, Rotkalk und Hornstein. Man bezeichnet diese Gesteine auch als Dolomitgesteine. Es handelt sich hierbei um die verwitterten Gesteine des Watzmanns und des Hochkaltermassivs. Die erodierten Gesteine werden nach einem Starkregen oder einer Schneeschmelze ins Tal geschwemmt. Die Wimbach und die Wimbachklamm bilden damit eine Art Schuttstrom.

Direkt an der Wimbachbrücke in Ramsau gelangt man besonders gut zur Wimbachklamm. Auto- und Busfahrer haben hier die Möglichkeit zu parken. Bis 1843 konnte man die Wimbachklamm nur über einen schmalen Steg erreichen. Seit 1847 ist der Wanderweg mit Holzstegen und Brücken versehen und für Wanderer und Besucher geöffnet. Hat man die Klamm durchschritten, gelangt man auf mehrere Wanderwege, die zurück zur Wimbachbrücke oder weiter ins Wimbachtal führen.

Nach ausgiebiger Wanderung wird im Wimbachschloss gerastet – Foto: Eranie Funderburk

Im Sommer lohnt es sich, den gebührenpflichtigen Teil der Klamm zu beschreiten. Hier kann man zwischen den steilen Klammwänden auf massiven Stegen wandern und dabei zusehen, wie der Wimbach ins Tal rauscht. Auch von den Wänden der Klamm fließt Wasser über kleine Rinnen und moosbewachsene Felsen. Hat man die Klamm durchschritten, kann man sich im weiteren Verlauf die Füße am Rand des Wimbachs kühlen und die atemberaubende Landschaft genießen.

Oberhalb des Wimbachtals befindet sich das Wimbachschloss. Es handelt sich hierbei um ein Jagdhaus, welches in der Zeit der fürstpröbstlichen Hofjagden genutzt wurde. Hier haben Wanderer die Möglichkeit sich auszuruhen und sich zu stärken. Auch eine sehr gute Sicht auf den Südhang des Watzmanns wartet auf einen. 2011 ist das Wimbachschloss aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen. Der Wanderweg ist hier allerdings nicht zu Ende. Am östlichen Berghang erreicht man die Wimbachgrieshütte. Hier kann man sogar übernachten. Unmittelbar am Eingang des Wimbachtals findet man weitere Gaststätten. Die Wimbachklamm kann in der Zeit von Mai bis Oktober besucht werden.

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