Kolumne

Die Top 5 Schmankerl 2015

Möchten Sie die Kultur und den Lebensgeist unseres größten Bundeslandes erleben, gilt es, gerade den typischen Schmankerln Beachtung zu schenken. Je nach Saison empfehlen sich verschiedene kulturtypische Gerichte, die auf den Menüs der Restaurants, Biergärten hoch in der Gunst der Gäste stehen. Wir stellen im Folgenden eine Hitliste der beliebtesten und angesagten Schmankerl 2015 auf und geben Ihnen einige kulinarische Anregungen zum Nachkochen und selber machen.

Schmankerl

Erleben Sie die vielseitige Kultur Bayerns mit allen Sinnen

Die Bandbreite der bayerischen Kulinarik umfasst herzhafte Gerichte und süße Versuchungen. Möchten Sie die Rezepte auch in der heimischen Küche nachkochen, empfiehlt es sich, die Zutaten frisch und in hoher Qualität zu erwerben. In diesem Zusammenhang sei auf die Tradition des bayerischen Wochenmarktes verwiesen. Hier bieten Bauern Obst, Gemüse, Käse sowie Butter, Fisch und Fleisch in optimaler Qualität an.

Der Klassiker: der bayerische Schweinebraten in Biersauce

Einer der Klassiker in jeder Jahreszeit ist der bayrische Schweinebraten, der mit einer charakteristischen Kruste und an Biersauce serviert wird. Das Fleisch stammt aus der Schulter des Schweins und zeichnet sich durch eine besondere Saftigkeit aus. Möchten Sie die Kruste Ihres Schweinsbratens besonders knusprig werden lassen, schneiden Sie diese vorab rautenförmig ein. Zur Herstellung der typischen Biersauce verwenden Sie dunkles Bier mit einem milden Geschmack. Eigentlich gießen Sie den Schweinsbraten mit Brühe auf, die bayerische Alternative wird jedoch mit Bier aufgegossen. Als gesundes und erfrischendes Pendant servieren Sie bayerischen Krautsalat oder Blaukraut.

Obazda als beliebtes Gericht in Biergärten

Eines der beliebtesten Gerichte in den Biergärten ist Obazda – dieses Gericht lässt sich im Handumdrehen nachkochen. Sie verwenden vornehmlich älteren Käse, wie zum Beispiel Camembert sowie Butter, um den Geschmack etwas abzumildern. Auch Paprikapulver gehört in diesen Biergarten-Klassiker. Zu diesem Gericht serviert man in den Biergärten eine Brezel und Radieserl. Es ist nur schwer vorstellbar, dass jemand außerhalb Bayerns das typische Radi nicht kennt. Zumal dieser große, saftige Rettich jede Menge Vitamin C enthält. Auch wenn es keine spezielle Vorschrift gibt, wie Sie Radi – den Rettich – zu schneiden haben, sind die dekorative Ziehharmonika sowie Stifte und hauchdünne Scheiben sehr beliebt.

Der süße Kracher aus dem Kochtopf: Dampfundeln mit Vanillesauce

Gerade die Liebhaber der süßen Küche wissen Dampfnudeln mit Vanillesauce zu schätzen. Diese stellen eine der kulturtypischen Süßspeisen in Bayern dar. Das Originalrezept basiert auf Hefeteig, der von den Küchen etwas mehr Know-how verlangt. Jede Dampfnudel wird über dampfendem Wasser gegart oder gebraten. Die Dampfnudeln gelingen nur bei geschlossenem Glasdeckel, sodass kein Dampf entweicht. Andernfalls backen die kleinen Hefeteigstückchen zusammen. Auch wenn eine Namensverwandtschaft besteht, haben Dampfnudeln nichts mit der italienischen Pasta zu tun.

Dampfnudeln

Spätzle – ein Gericht für Könner

Auch wenn Spätzle ursprünglich aus der schwäbischen Küche stammen, werden diese als bayerisches Kulturgut empfunden. Die erste Erwähnung fand diese leckere Beilage bereits 1725. Zum damaligen Zeitpunkt verwendete man Dinkelmehl, heute geht der Griff zum Weizenmehl und Weizengrieß. Eine weitere vielversprechende Basis, die nicht fehlen darf, sind die Eier. Geben Sie den Teig auf ein hölzernes Brett und ziehen die einzelnen Spätzle mit einem Metallspatel in das kochende Wasser.

Apfelkücherl: ausgebackene Apfelringe im Bierteig

Den Abschluss bildet eine zweite Süßspeise: Apfelkücherl. Es handelt sich dabei um eine bayerische Zubereitungsart des Eierkuchens mit Obst. Es dürfte Ihnen bereits bekannt sein, dass in Bayern das Bier eine zentrale Stellung einnimmt. So verwendet man im Hinblick auf die Apfelkücherl zumeist keinen normalen Teigmantel, sondern Bierteig. In einem ersten Schritt bereiten Sie den Teig zu, im Nachgang schneiden Sie die Äpfel in mittelgroße Stücke oder in Apfelringe und ziehen diese im Anschluss durch den Teig. Die Apfelringe im Teigmantel werden dann im Sonnenblumenöl ausgebacken.

Fazit

  • Bayrischer Schweinsbraten gehört in Biersoße und an Klößen oder Spätzle auf den Tisch.
  • Obazda gilt als der Topseller in den Biergärten dieser Saison.
  • Wer es süß mag, wird die süßen Apfelringe in Bierteig lieben.
  • Dampfnudeln haben nichts mit der italienischen Pasta zu tun, sondern werden auf Basis von Hefeteig zubereitet.

Diese leckeren Top 5 Schmankerl erfreuen sich nicht nur in Bayern großer Beliebtheit. Sie gelten als Kulturgut und bieten Ihnen die Möglichkeit, das Bundesland mit allen Sinnen zu erleben. Darüber hinaus lassen sich diese Rezepte mit ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl im Handumdrehen nachkochen und nachbacken.

Links zur weiterführenden Information

http://www.bayerische-spezialitaeten.net/rezepte/apfelkuecherl.html
http://www.chefkoch.de/magazin/artikel/898,0/Chefkoch/Bayrische-Kueche-Die-deutscheste-Regionalkueche.html

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Artikelbild: © panthermedia.net /Dzinnik Darius
Bild in der Artikelmitte: © panthermedia.net /Alfred Hofer