Kolumne

Die Straußenfarm Erlbacher bei Freystadt

Von: Anja Bergler

Sehr idyllisch und etwas versteckt, zwischen Regensburg und Nürnberg gelegen, befindet sich seit 2008 die Straußenfarm der Familie Erlbacher außerhalb von Freystadt im Landkreis Neumarkt. Das ca. zwei Hektar große Areal mit den zahlreichen Gehegen und Ställen ist bereits aus der Ferne zu erkennen. Inzwischen haben sich die Strauße auch an unsere klimatischen Verhältnisse gewöhnt und so bietet die Familie Erlbacher den Gästen das ganze Jahr über die Möglichkeit an, ihrer Farm einen Besuch abzustatten.

Strauße in der Oberpfalz?

Kein ungewöhnliches Bild: Strauße mitten in der Oberpfalz – Foto: Straußenfarm Erlbacher

Der Strauß gehört ja bekanntermaßen zur Gattung der Laufvögel und ist eigentlich in Afrika beheimatet. Man kann die Geschlechter bei ausgewachsenen Tieren recht gut auseinanderhalten. So hat die Henne ein braun-graues Federkleid, während der strahlende Hahn das bekannte schwarze Federkleid mit weißen Federn an den Flügeln trägt. Beeindruckend sind die Größe und das Gewicht. Ein ausgewachsener Hahn kann eine Höhe von bis zu 2,80 m und stolze 140 kg erreichen. Die Hennen sind ein bisschen schmächtiger. Wussten Sie, dass ein Straußenei ein Gewicht von bis zu zwei Kilo auf die Waage bringen kann? Die Henne legt alle zwei bis drei Tage ein Ei und das Küken schlüpft nach ungefähr 42 Tagen Brutzeit. Viele weitere Informationen über Aufzucht, Zucht und Haltung erhält man selbstverständlich ebenfalls auf der Straußenfarm aus erster Hand.

Erfolgreiche Straußenzucht

Frech wie Oskar, ziemlich putzig, aber auch nicht ungefährlich – Foto: Straußenfarm Erlbacher

Die Straußenfarm Erlbacher beherbergt derzeit vier Straußengruppen, bestehend aus drei bis vier Tieren, die für die „Blauhals“ Rassezucht verwendet werden. Sie stammen allesamt von Züchtern aus Deutschland und wurden nach bestimmten Rassemerkmalen ausgesucht. Das schöne ist, dass sich die Tiere das ganze Jahr im Freien auf den Wiesen aufhalten. Durch die sogenannte „Offenstallhaltung“, können die Tiere selbstständig entscheiden, wann und wo sie sich bei welcher Witterung aufhalten möchten. Wer Strauße halten will, muss gewisse strenge Auflagen erfüllen. Diese sind auf der Erlbacher Farm durchweg gegeben. Das Futter für die Tiere wird teilweise selbst angebaut oder aber von benachbarten Landwirten bezogen. Gentechnik veränderte Produkte wird man hier nicht finden. Hiervon zeugt auch ein “Ohne Gentechnik”- Siegel. Dass es den Tieren gut geht, kann man an den vielen Eiablagen erkennen. Jedes Jahr schlüpfen auf der Farm viele kleine Straußenküken.

Der Erlbacher Farmladen

Schön kuscheln und neugierig in die Welt blicken – Foto: Staußenfarm Erlbacher

Der Straußenfarm ist natürlich auch ein Farmladen angeschlossen. Hier erhält man unter anderem frisches Straußenfleisch und Straußeneier aus eigener Hofproduktion. Die jeweiligen Termine für den Frischfleischverkauf werden immer rechtzeitig bekannt gegeben oder man kann sie telefonisch erfragen. Vorbestellungen sind jederzeit möglich. Auch Straußenfedern oder Lederprodukte sind neben vielen weiteren eigenen Erzeugnissen im Farmladen erhältlich.

Ein Besuch auf der Erlbacher Straußenfarm

Wer die Straußenfarm am Rande der Oberpfalz einmal besuchen möchte, ist hierzu herzlich jederzeit eingeladen. Der Eintritt ist frei, lediglich für Führungen werden zwei Euro pro Person verlangt. Gruppen müssen sich allerdings vorher anmelden und einen Termin ausmachen. Gegen Aufpreis ist vor Ort auch eine Verköstigung möglich.

Ich wünsche viel Spaß und Unterhaltung.

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