Kolumne

Die Schwarze Madonna von Altötting

Von: Tanja Ranzinger

foto-tanja-26Altötting gilt als Deutschlands bedeutendster Marienwallfahrtsort. Schon als Kind pilgerte Papst Benedikt XVI, damals noch als Joseph Ratzinger, zur schwarzen Madonna. Er selbst sagt: „Dies seien seine frühesten und schönsten Erinnerungen.“

Doch was hat es mit der schwarzen Madonna auf sich? Seit Jahrhunderten ist die 13.000 Seelen Gemeinde Altötting das geistliche Zentrum des Freistaates. Jedes Jahr kommen über eine Million Pilger mit Rädern, Bussen oder zu Fuß nach Altötting, um in der Gnadenkapelle zur „Schwarzen Madonna“ zu beten.

Alles hat seinen Anfang

Die Gnadenkapelle in Altötting: Anziehungspunkt für viele Pilger - Foto: © Wilbrink / PIXELIO

Die Gnadenkapelle in Altötting: Anziehungspunkt für viele Pilger – Foto: © Wilbrink / PIXELIO

Die Geschichte des Marienwallfahrtortes beginnt im Jahre 1489. Damals ertrank ein dreijähriger Junge, ein anderer wurde von einem Wagen überfahren. In Ihrer Not riefen die Eltern zur Mutter Gottes Gebete des Flehens, sie möge den Jungen doch das Leben zurückgeben. Unvorstellbar, aber genau das geschah. Daraufhin hat sich das unglaubliche Ereignis, schnell herumgesprochen.

Könige und Kaiser pilgerten zur Mutter Gottes. Selbst Papst Johannes Paul der II. betete schon vor ihrem Altar.

Die 64 cm große, gotische Statue, wurde aus Lindenholz geschnitzt. Eingehüllt in einen schweren Mantel aus Mirakelbildern, steht sie in der Gnadenkapelle. An Ihrem Zepter, ist der Bischofsring von Papst Benedikt XVI. angebracht, den er bis zu seiner Papstwahl trug. Nach seinem Besuch am 11. September 2006 in der Gnadenkapelle, legte er diesen auf dem Altar nieder.

Unzählige Votivtafeln zieren die Gnadenkapelle

Einem Brauch nach, zeigen die Pilger ihre Dankbarkeit der Mutter Gottes gegenüber für ihre gewährten Wunder, in Form von Votivtafeln. Der Umgang der Gnadenkapelle ist geschmückt mit über 2.000 Votivbildern, die alle ihre eigene Geschichte haben. Diese Bilder erzählen von Krieg und Not, Krankheiten, Schuld und Hoffnung auf Vergebung.

Heutzutage werden auch größtenteils Kerzen gestiftet, in der Hoffnung, dass die Mutter Gottes das Flehen der Pilger erhört und ihnen hilft.

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