Kolumne

Die Schlacht auf dem Lechfeld

Von: Marcus Schweizer

Das Lechfeld liegt im Regierungsbezirk Schwaben und ist in Bayern hinlänglich bekannt. Doch die Ereignisse, die sich um dieses geschichtsträchtige Stück Land ranken, kennt nicht jeder. Denn das Lechfeld hat so einiges hinter sich.

Im Jahr 955 war Bischof Ulrich in Augsburg und verhalf der Region, sich von der Belagerung der Ungarn zu befreien. Damit stoppte er die Feldzüge im Süden und hinderte die Ungarn an der Eroberung des gesamten Reiches. Genauer gesagt konnte Bischof Ulrich die Ungarn in Augsburg nur hinhalten und stoppen, bis die Truppen von König Otto I., auch König Otto der Große genannt, eintrafen. Die Truppen der Ungarn wurden dann auf dem Lechfeld vernichtend geschlagen. Vorausgegangen war eine Schwächung des deutschen Königs, von der die Ungarn dachten, dass dieser nun schwach genug sei und sie das Land erobern könnten.

Die Schlacht auf dem Lechfeld in einer Darstellung von 1457.

Bischof Ulrich war persönlich am Osttor, auf das die Ungarn zuerst stießen und das am stärksten belagert wurde. Die Ungarn zogen sich auf das Lechfeld zurück, da die Truppen des Königs anmarschierten. Hier auf dem Lechfeld verteilten sich die Einheiten und konnten die Ungarn vernichtend schlagen, nachdem sie im Wald auseinander getrieben wurden.

Das Lechfeld ist als ein Bereich von Augsburg bis nach Landsberg im Süden und nach Mering im Osten ausgemessen. Hier finden noch heute Forscher bedeutende Funde, die auf die Zeit um 955 schließen lassen. Schätzungsweise befinden sich dort, tief in der Erde, noch vielerlei Metall und Rüstungen aus der damaligen Schlacht.

Die Schlacht fand übrigens genau heute vor 1.055 Jahren statt.

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