Kolumne

Die Historische „Wurstkuchl“ – Geburtsstätte der Bratwurst

Von: Stefan Lachmann

Regensburg ist reich an Sehenswürdigkeiten und historisch bedeutenden Stätten, zu denen Touristen Tag ein, Tag aus in Heerscharen strömen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass bei der Erkundung aller kulturellen Highlights der „nördlichsten Stadt Italiens“ die Zeit wie im Fluge vergeht und nach den vielen Eindrücken und Besichtigungen ein großes Hungergefühl entsteht.  Was liegt da näher als eine Rast in der lukullisch bedeutensten Lokalität Regensburgs, der „Historischen Wurstkuchl“?

Wo´s leckere Wurst gibt, geht es immer hoch her – Foto: Joe MiGo

Die kleine Garküche der Historischen Wurstkuchl befindet sich seit weit mehr als 500 Jahren direkt neben dem „Salzstadel“ , unweit der Steinernen Brücke und des Donaustrudels. Ursprünglich diente das kleine Gebäude als Kantine für die Hafen- und Bauarbeiter nach der Errichtung der Steinernen Brücke. Heute laben sich an den Regensburger Spezialitäten Einheimische sowie Touristen aus aller Herren Länder. Ob „Bratwurstkipferl“ oder „Würstl auf Sauerkraut“ eines kann man sich sicher sein: Alle Köstlichkeiten sind hausgemacht und werden auf einem offenen Holzkohlengrill stilecht zubereitet. Nicht zu vergessen ist dabei, der bekannte Wurstkuchl-Senf nach dem historischen Rezept von Elsa Schricker, mit dem die Würstchen serviert werden und der die Gerichte erst vervollständigt.

Im Jahr 2000 war die Regensburger Wurstkuchl auch medial in aller Munde. Der sogenannte „Bratwurstkrieg“ zwischen Nürnberg und Regensburg, wer denn nun den Titel als „älteste Würstchenbude der Welt“ in Anspruch nehmen darf, führte sogar bis vor Gericht. Ein Nürnberger Gastronom verklagte die Regensburger Konkurrenz auf Grund ihrer Werbung, die älteste Bratwurstbude der Welt zu besitzen. Der „Bratwurstkrieg“ wurde damals nach monatelangem Streit mit einem für beide Seiten akzeptablem Kompromiss eingestellt. So darf sich Nürnberg zwar mit dem ältesten Bratwursthaus rühmen, da das Gebäude zwei Jahre älter ist als das Regensburger Pendant, doch der Titel „älteste Bratwurstbude der Welt“ blieb in Regensburg. Eine urkundliche Überprüfung ergab, dass bereits 1378 in der “Wurstkuchl” die ersten Bratwürste hergestellt wurden, die bis zum heutigen Tage von Menschen aus aller Welt verköstigt werden.

2 Kommentare zu Die Historische „Wurstkuchl“ – Geburtsstätte der Bratwurst

  1. Mich interessiert die Urkunde aus dem Jahr 1378, die belegt, dass Bratwürste hergestellt wurden.

  2. Thorsten Stiefel // 1. Mai 2011 um 00:31 //

    Zwar haben die Regensburger die älteste Bratwurstküche, aber die beste Broadworschd ist immer noch die Nürnberger. Zumindest mir schmeckt sie am besten. 3 im Weggla mit Senf oder gleich 6 oder 12 auf Kraut, einfach unschlagbar. Ich muss aber zugeben, dass ich auch schon in der Wurstkuchl in Regensburg gegessen habe und die schmecken auch sehr lecker!

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