Kolumne

Die “Grüne Insel” vor den Toren Münchens

Von: Jan Sievert

Die Münchner werden wissen, wovon ich spreche. Besonders im Sommer zieht es einen nach Feierabend raus ins Grüne – die Möglichkeiten sind dazu in der Landeshauptstadt Bayerns jedoch recht beschränkt. Es gibt zwar einige Parks und Grünanlagen, aber echte, unberührte Natur findet man dort nicht. Fährt man dann aber einige Kilometer mit dem Auto oder der S-Bahn von München Richtung Osten weg, dann gelangt man zum Ebersberger Forst – dem mit 90 km² größten zusammenhängendem Waldgebiet Münchens. Ein wunderschönes Naherholungsgebiet, das zum Verweilen und Sporttreiben in der Natur einlädt.

In dem 90 km² großen Naherholungsgebiet fühlen sich Hirsche noch wohl – Foto: Traroth

Recht zentral, auf dem mit 617 Meter größtem Berg im Ebersberger Forst, der Ludwigshöhe, liegt ein 36 Meter hoher Aussichtsturm, von dem man bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht auf die Salzburger Alpen und das Wettersteingebirge hat. Aber auch im Wald selbst gibt es einiges zu sehen. Neben der schier endlosen Zahl teils wundervoller Insekten, wie Schmetterlingen und Libellen, gibt es auch die verschiedensten Vögel zu sehen, und auch Hirsche, Rehe und Wildschweine kann man gelegentlich beobachten. Die drei letzteren insbesondere im rund 50 km² großen Wildpark Ebersberg, einem umzäunten Gebiet mit Wildruhezone mitten im Wald.

Egal, was man also machen möchte, ob Joggen, Wandern, Mountainbiken, die Aussicht genießen oder Tiere beobachten, alles lässt sich hervorragend, auch dank der breiten Kieswege im Wald, im Ebersberger Forst unter einen Hut bringen. Eben ein Naherholungsgebiet für die ganze Familie.

Ach ja, noch etwas: Im Ebersberger Forst soll es angeblich auch spuken. Eine Weiße Frau soll dort nahe einer Kapelle immer wieder erscheinen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack, demnächst wird diesem Thema ein separater Bericht gewidmet!

Kommentar hinterlassen