Kolumne

Die Geschwister Scholl – Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Von: Sabine Hutter

foto-sabine-212Die Geschwister Scholl, Hans und Sophie, waren Mitglieder der weißen Rose. Diese Gruppe kämpfte gegen den Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg. Sie wurde 1942 gegründet und verteilte insgesamt sechs Flugblätter, in denen sie zum Widerstand gegen die Nazis aufriefen. Im Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl beim Verteilen der Flugblätter erwischt und verhaftet.

Ihr Leben

Die Geschwister Scholl auf einer Briefmarke der DDR aus dem Jahr 1961

Die Geschwister Scholl auf einer Briefmarke der DDR aus dem Jahr 1961

Zunächst wuchsen Sophie (1921-1943) und ihr Bruder Hans (1918-1943) in gutem Glauben an das von den Nationalsozialisten propagierte Gemeinschaftsideal heran. Sophie trat dem Bund Deutscher Mädel bei und Hans war Mitglied bei der Hitler-Jugend und erhielt sogar Führungsposten beim Jungvolk der Hitler-Jugend.  Durch den Kontakt mit einem ehemaligen Mitglied der Deutschen Jungenschaft, einer Gruppe, die unter anderem auch russisches Liedgut pflegte, gerieten Hans und Sophie Scholl 1937 kurz in Haft. Das Verfahren wegen Fortsetzen der Bündischen Jugend wurde aber eingestellt und Hans fing nach seinem Dienst bei der Wehrmacht ein Medizinstudium in München an. Sophie machte eine Ausbildung zur Kindergärtnerin und beide lernten Studenten kennen, die ihre bis dahin unsichere Haltung gegenüber der NS-Herrschaft verstärkten.

Der 18. Februar 1943

Die Geschwister Scholl wurden an diesem Tag beim Auslegen der Flugblätter an der Münchner Universität vom Hausmeister erwischt und bei der Gestapo denunziert. Bereits vier Tage später, am 22.2.1943 wurden sie vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch am selben Tag mit der Guillotine im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet.

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