Kolumne

Die Burg Dollnstein – ein geschichtsträchtiges Juwel mitten im Altmühltal

Von: Eranie Funderburk

foto-eranie-22Über 1.000 Jahre Geschichte findet man in Dollnstein im Altmühltal. 2007 wurde hier ein echter Schatz entdeckt. Gehen Sie nun mit uns auf Entdeckungsreise und lernen Sie die Burg Dollstein kennen.

Das Altmühltal birgt viele Schätze, einer davon ist die Burg Dollnstein. Schon in der Römerzeit war die Gegend um Dollnstein ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Er ermöglichte eine gute Verbindung zwischen der römischen Nordgrenze und der Donau. Sogar Karl der Große wusste um die Vorteile der Altmühl, denn diese diente als Wasserweg für den Transport vor allem von Waffen und Soldaten. Mit Hilfe der „Fossa Carolina” versuchte er, eine Verbindung zwischen der Rezat und der Altmühl herzustellen. Dadurch konnte ein Kanal vom Main zur Donau geschaffen werden.

Die Burg Dollnstein im Altmühltal - Foto: Burgfreunde Dollnstein

Die Burg Dollnstein im Altmühltal – Foto: Burgfreunde Dollnstein

Das Straßennetz der Römer förderte die Besiedlung von Dollnstein. Innerhalb der Geschichte wurden das Land und die Burg immer wieder von neuen Besitzern übernommen. Natürlich entstanden dabei neue Bauten und Anlagen. Es wird vermutet, dass das erste steinerne Gebäude der Burganlage in der Zeit zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert gebaut wurde. 1634, während des 30-jährigen Krieges, eroberten die Schweden die Gemeinde Dollnstein und ihre Burg. Aufgrund von Bränden wurde nicht nur der Markt, sondern auch die Burg teilweise zerstört. Ab diesem Zeitpunkt wurde sie nicht mehr permanent bewohnt und begann zu verfallen.

1805 wurde die Burg an sieben Dollnsteiner Bürger verkauft. Diese rissen viele Teile der Gebäude ab, um die Steine als Baumaterial zu gewinnen. Die neuen Besitzer hatten das Ziel, mit dem Verkauf des Baumaterials ihre Reichtümer zu vermehren. Die Burgstallungen auf dem Burghof dienten zu dieser Zeit den armen Leuten als Wohnung oder wurden als Scheunen zweckentfremdet. 1960 stürzte das Burgtor ein. Die noch erhaltenen Gebäude wurden von 2004 bis 2009 komplett saniert.

Während der Sanierung fanden Archäologen im Jahr 2007 echte Schätze. Neben den insgesamt 3.700 Silbermünzen entdeckte man ein Federing, eine geringere Anzahl an Perlen und einen Silberring. Die jüngste Münze wurde auf das Jahr 1370 datiert. Es wurden auch einige Buchstaben ausgegraben. Anfangs dachte man, es seien Evangeliarbeschläge. Mittlerweile vermuten die Archäologen, dass es sich um Kleidungsschmuck handelt.

Seit 2004 wird jedes Jahr auf der Burg Dollnstein das Burgfest gefeiert. In diesem Jahr findet es am 1. August statt. Wenn Sie mehr über die Geschichte der Burg Dollnstein erfahren möchten, dann stehen Ihnen die Mitglieder der Burgfreunde Dollnstein e.V. jederzeit unter www.burgfreunde-dollnstein.de zur Verfügung. Neben dem Besuch der Burg empfiehlt es sich, auch Dollnstein selbst kennenzulernen. Es gibt neben einem Naturreservat, dem Burgsteinfelsen, Karstquellen, Felsentore und Hanghöhlen noch sehr viel mehr im Altmühltal zu entdecken.

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