Kolumne

Die Bettenburg

Von: Jan Sievert

Das Wahrzeichen der Haßberge. Nun, da wird sicherlicherlich jeder, der sich in der Gegend zwischen Coburg, Lichtenfels und Haßfurt auskennt, eine andere Meinung haben. Weithin sichtbar zwischen den Hügeln der Haßberge mit ihrer exponierten Lage ist für mich jedoch, wie auch für viele andere, die Bettenburg das Wahrzeichen der Haßberge.

Etwa drei Kilometer von Hofheim entfernt im unterfränkischen Landkreis Haßberge, befindet sich das Renaissance-Bergschloss. Erstmals erwähnt wurde es 1231, wobei es sicherlich deutlich älter ist, steht die Bettenburg doch direkt am Rennweg, einer ehemals wichtigen Handelsstraße, die es zusammen mit vielen weiteren Wehranlagen zu schützen galt.

Schloss Bettenburg in Hofheim – Foto: DJM

Eine dunkle Zeit für die Bettenburg war der Bauerkrieg im 16. Jahrhundert. 1525 wurde sie zerstört, durch Balthasar Tuchseß aber zum Glück 1535 wieder aufgebaut.

Sein Geschlecht nutzte daraufhin die Burg bis 1940 als Wohnhaus, bevor es während des Zweiten Weltkrieges als Landschulheim, Kinderlandverschickungsheim und Altersheim der Stadt Würzburg verwendet wurde. Auch danach blieb die Geschichte des kleinen Schlosses lebhaft. In den 70ern diente es als Hotel und von 1977 bis 2009 als Rehabilitationszentrum des Baden-Württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation.

Nach einer umfangreichen Sanierung dient es heute als Seminar- und Tagungszentrum und kann für Rollenspiele (Living History) gebucht werden. Und nicht zu vergessen ist sie natürlich wie eh und je ein beliebtes Wanderziel mit herrlichem Blick über das sanfte Hügelland der Haßberge.

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