Kolumne

Die automatisierte Fabrik: Welche Rolle spielt die Automatisierung für die Zukunft der Industrie?

In einer anspruchsvoller werdenden und schnelllebigen Konsumentenwelt müssen sich Unternehmen immer mehr anpassen. Die Automatisierung bietet die Möglichkeit Prozesse schneller, einfacher und sicherer zu gestalten. Dies trifft auf fast alle Sektoren zu. Aber vor allem in der Industrie ist es essenziell in neue Technologien zu investieren und die Automatisierung voranzutreiben. Aber was sind die Technologien, die hinter der Automatisierung stecken? Und was ist der tatsächliche Technologiestand in Fabriken?

Automatisierte Fabrik | © PantherMedia / Artinun Prekmoung Automatisierte Fabrik | © PantherMedia / Artinun Prekmoung

Was ist eine automatisierte Fabrik?

In einer wirtschaftlichen Idealwelt sind in einer Fabrik so viele Prozesse wie möglich automatisiert. Die Bestellung geht online ein und wird direkt von Maschinen gefertigt. Maschinen, die mit künstlicher Intelligenz vernetzt sind.

Software, Internet, Sensoren und flexible Schnittstellen arbeiten zusammen, um nahtlose Prozesse zu gestalten. Mit Rohstoffen, die weltweit verfügbar sind, wird die automatisierte Fabrik dann zur Superfabrik, die flexibel Produkte anfertigen kann. Beispielsweise können kundenspezifische Produkte dann zeitnah umgesetzt und zum Kunden gelangen, egal, wo der Kunde sich befindet.

Aktueller Stand der Automatisierung in der Industrie

Computer, Software, speicherprogrammierbare Steuerungsgeräte und Prozessleitsysteme sind einige der Basisfaktoren der Automatisierung. Gleichzeitig erwarten Industrieexperten in diesen Bereichen zukünftig keine großen Entwicklungswendepunkte. Vielmehr konzentrieren sie sich auf die Einbettung dieser Systeme in innovative Zukunftssysteme. Von Internet, künstlicher Intelligenz, Nanotechnologien, Nanotechnologiesensoren, und Maschine-zu-Maschine-Kommunikation werden hingegen große Schritte für die Automatisierung erwartet. Aber abgesehen von den Hardware- und Software Faktoren darf auch der Mensch als Faktor nicht außer Acht gelassen werden. Maschinen sind wichtig, um routinierte und riskante Aufgaben zu übernehmen. Menschen hingegen übernehmen die Arbeit, die Maschinen nicht durchführen können, wie die Überwachung der Produktion.

In vielen Unternehmen ist jedoch noch einiges nachzuholen in Sachen Automatisierung. Die Unternehmens- und Strategieberatung, McKinsey führte eine Studie in 46 Ländern durch, die den aktuellen Bestand und den weiteren Bedarf an Automatisierung in Betrieben untersucht. Laut der Studie besteht in der Produktionsindustrie das zweitgrößte Potenzial, um Arbeitsprozesse zu automatisieren im Vergleich zu anderen Sektoren. Das Automatisierungspotenzial liegt bei 60 %. Vor allem in der Datenspeicherung, Datenverarbeitung und bei körperlichen Aufgaben, die man voraussehen kann, sieht die Studie hohes Potenzial. Sogar 87 % der Aufgaben in der Produktion bergen Potenzial, um automatisiert zu werden.

Essenzielle einfache Technologien

Während es viele verschiedene Möglichkeiten der Automatisierung gibt und die Investitionen teilweise immens sind, darf man auch die kleinen, einfachen Applikationen nicht vergessen. Diese machen immer noch einen wichtigen Teil der Basis aus, um wichtige Daten zu sammeln und weiterzugeben. Sensoren sind Applikationen der Automatisierung, die klein und einfach aber essenziell sind. RS Components bieten Sensoren, wie Zeitrelais. Mit Zeitrelais können Ein- oder Abschaltverzögerungen erreicht werden und damit Maschinen zu gewünschten Zeiten aktiviert oder deaktiviert werden. Stromkreise werden je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen. Die Anwendungsbereiche sind zahlreich. In der Produktion, können Förderbänder gesteuert werden, damit Artikel nicht übereinander gestapelt werden. Zudem können die Sensoren helfen ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen und bieten eine Vielzahl von anderen Anwendungen.

Fazit

All diese Faktoren und die Investitionen für die Automatisierung können ein Unternehmen schnell überfordern. Es kann schnell unklar werden, welche Investitionen notwendig sind und wo einfachere und herkömmliche Technologien noch verwendet werden können. Vorhandene Grundlagen, wie Software und Hardware im eigenen Unternehmen sollten analysiert werden und Umstellungen langfristig und durchdacht geplant werden, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.

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