Kolumne

Die Aubinger Lohe bei München – Natur pur

Von: Marcus Schweizer

Im Westen von München, nahe des Stadtgebietes, liegt die Aubinger Lohe. Im Dreieck zwischen den Stadtteilen Pasing, Germering und Gröbenzell liegt das kleine Waldgebiet, zwischen der A8 im Norden und der A96 im Süden. Wer das Waldgebiet besucht, wird sich über den Namen etwas wundern. Ursprünglich war die Fläche eine richtige Lohe, also ein lichter Wald. Wer es richtig aussprechen möchte, der sagt im Übrigen Aubinger Loche.

Da bekommt man richtig Lust, einfach drauf loszulaufen, nicht wahr? – Foto: Andreas Braun

Die Münchner Lohe ist ein Landschaftsschutzgebiet mit Biotop und vielen kleinen Wassertümpeln. Diese ziehen wiederum Insekten und kleine Tiere an, sodass ein eigener Lebensraum für Tiere und Pflanzen entsteht. Bei der Aubinger Lohe war die Geschichte anders. Durch die Aufforstung mit Fichten verlor der Wald an Artenreichtum, es waren fast nur Fichten im Wald vorhanden und dies auch nicht mehr leicht gedrängt, sondern es wurde ein eher dichter Wald daraus. Mittlerweile wurde dieser Entwicklung entgegengewirkt, indem neue Laubbäume in den Wald kamen.

Insgesamt nimmt die Aubinger Lohe eine Fläche von 1,8 km² ein. Sie erstreckt sich über 1,8 Kilometer entlang des westlichen Stadtrandes von München und ist 1,3 Kilometer breit. Verschiedene Vögel haben heute in der Lohe ihre Heimat, darunter sind der Zwergtaucher, die Misteldrossel, der Teichrohrsänger und auch die Waldohreule. Wie Insekten haben sich durch die Biotope auch Amphibien hier angesiedelt. Interessant ist zudem, dass in der Aubinger Lohe Ton gefunden wurde. Durch den Abbau über Jahrzehnte entstand im Norden eine Grube oder ein kleines Tal. Auch dieser Raubbau konnte inzwischen wieder weitestgehend zurückverwandelt werden. Es entstanden viele Wege, die für Freunde der Naherholung und Wanderer auch gut genutzt werden. Es ist ein spannendes Ziel für die ganze Familie, bei dem ein lebendiges Stück Natur entdeckt werden kann.

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