Kolumne

Der Feiertag Mariä Himmelfahrt als Hochfest der Katholiken

Von: Marlene Soff

Wer die Bayern und ihre Lebensweise kennt, weiß, dass diese in einer überwältigenden Überzahl dem katholischen Glauben zugewandt sind, über 50% der Bayern ist katholisch. Aus diesem Grund nehmen viele bayerische Gesellen auch die Vielzahl der kirchlichen Feiertage sehr ernst und begehen diese mit dem nötigen Respekt. Einer dieser Feiertage ist Mariä Himmelfahrt, welcher am 15. August jeden Jahres über die Bühne geht. Nun wissen zwar die meisten Bayern, dass Mariä Himmelfahrt ein katholischer Feiertag ist, gerade die jungen bayerischen Menschen haben jedoch oftmals keine Ahnung, worum es bei diesem Fest überhaupt geht. An diesem Punkt möchten sich nun die Bayern-Blogger für die semitische Bildung der Jugend einsetzen, und den Hintergrund zu diesem kirchlichen Hochfest liefern!

Wenn die Marien gen Himmel fahren

Mariä Himmelfahrt in einem Bild des italienischen Malers Annibale Carracci von 1590

Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es bei dem Feiertag Mariä Himmelfahrt um den Zeitpunkt, als die Mutter Gottes nach ihrem Tod in den Himmel aufgenommen wurde. Dabei nimmt der katholische Glauben an, dass bei der Mutter des christlichen Heillands nicht nur der Geist in den Himmel geholt wurde, sondern auch die körperliche Gestalt. Dieser Glaube resultiert aus dem Umstand, dass laut einschlägiger Überlieferungen niemals ein Grab mit dem Leichnam von Maria gefunden wurde. Und so nimmt man eben an, dass diese samt ihrer irdischen Gestalt in den Himmel gerufen wurde.

Damit lässt sich aus heutiger Sicht auch die erhebliche Marienverehrung in der katholischen Kirche erklären. Bedenkt man schließlich, dass die Muttergottes nicht nur aus geistiger Sicht in den Himmel aufgefahren ist, sondern auch in körperlicher Gestalt, stellt dies schon eine große Ehre und ein Privileg dar. Allein schon aus diesem Grund stellt der Feiertag Mariä Himmelfahrt ein Hochfest für die Katholiken dar und die Marienverehrung ist bis heute ungebrochen. Zudem stellt Mariä Himmelfahrt den Beginn der 30 Marientage dar, welche laut katholischem Glauben eine segensreiche Zeit mit sich bringen.

Die Kräuter auf dem Land

Sicherlich sind sich alle Bayern einig, dass gerade in ländlichen Gegenden der katholische beziehungsweise christliche Glaube noch einmal ein gutes Stück strenger angegangen wird. Und so haben sich mancherorts viele Bräuche und Sitten eng mit den wichtigen kirchlichen Feiertagen verbunden. Bei Mariä Himmelfahrt ist das nicht anders. Auch unter dem Namen Büschelfrauentag bekannt, wird an diesem Feiertag traditionell die kirchliche Weihe von Blumen- und Kräuterbuschen vollzogen, was den Segen über Haus und Hof bringen soll. Die Bayern sind halt ein sehr gläubiges Volk!

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