Kolumne

Der Botanische Garten in München – ein Augenschmaus für jeden Pflanzenliebhaber

Von: Karola Schmitt

Als Fest der Sinne entpuppt sich der Botanische Garten im Münchener Stadtteil Nymphenburg jedem Besucher, der die Eingangspforte durchschreitet. In den Sommermonaten ziehen die herrlich bunten Blumenbeete sofort alle Blicke auf sich. Nicht nur für botanisch Interessierte, auch für alle Erholung suchenden Menschen bedeutet das insgesamt 220.000 m² große Areal eine Darbietung der besonderen Art. Mehr als 400.000 Besucher pro Jahr nehmen die Möglichkeit zu einer botanischen Exkursion innerhalb von München wahr.

Riesige Schaugewächshäuser bieten ganzjährige Attraktionen

Der Schmuckhof im Botanischen Institut – Foto: Karola Schmitt

Gleich hinter der Hauptkasse neben dem Botanischen Institut, befinden sich auf linker Seite die Schaugewächshäuser, die insgesamt eine Fläche von 4.500 m² mit ihren glasklaren Scheiben überdecken. Von drei großen hintereinander befindlichen Hallen aus, führen nach beiden Seiten jeweils Eingänge in kleinere Gewächshäuser. Der Mittelkomplex beginnt mit dem großen Kakteenhaus und führt im Anschluss daran ins Palmenhaus, dem das Afrika- und Madagaskarhaus folgt. Auf der rechten Seite sind Hallen mit Orchideen, tropischen Nutzpflanzen, Wasserpflanzen und kleineren Sukkulenten angeordnet. In der Mitte befindet sich das Viktoriahaus mit tropischen Seerosen und an hinterster Stelle das Mexikohaus, das vor allem Kakteen beherbergt. Links der großen Gewächshäuser führen die Türen zu Kalthauspflanzen, zu Baumfarnen, zu Cycadeen und zu Araceen und Bromelien. In einigen Glashallen sind nicht nur Gewächse, sondern auch Schildkröten und Fische untergebracht.

Gartengestaltung, die begeistert

Das Mexikohaus – Foto: Karola Schmitt

Direkt hinter dem Botanischen Institut wartet der mit herrlichen Blumen arrangierte Schmuckhof auf staunende Gäste. Dieses Meer aus Farben lässt jedem Besucher von der Freitreppe aus den Atem stocken. Erst aus der Nähe betrachtet, sind die verschiedenen Gewächse im Detail zu erkennen. Im Anschluss daran führt der Weg zum Insektenpavillon, der umfangreiche Informationen über die vielen Insektenarten zur Verfügung stellt. Das Arbetorium bietet auf großzügiger Fläche eine Sammlung von Bäumen und Sträuchern aus aller Welt. Ein Thema ist dem üppigen Unterwuchs gewidmet. Weiter führt der Weg zu typischen Steppen-, Heide- und Arktispflanzen. Ganz im Westen des Botanischen Gartens befindet sich der Große Teich, an den Moorbecken mit vielen Wasser- und Sumpfpflanzen angrenzen. Besonders im Mai ist dieser Teil der Anlage mit lautem Froschkonzert untermalt. Das Alpinum präsentiert Pflanzen, die sich als Lebensraum höhere Lagen ausgesucht haben. Schmale Wege führen an den erhabenen Felsen vorbei, zwischen denen vor allem Polsterstauden wachsen. In Richtung Süden folgt die Farnschlucht, die an heißen Tagen für Abkühlung sorgt. Der daran folgende Rhododendronhain stellt die Mannigfaltigkeit dieser Gewächse zur Schau. Auf östlicher Lage präsentiert sich dem interessierten Besucher noch ein Areal, auf dem Nutzpflanzen gedeihen.

Ein Platz zum Verweilen

Das Orchideenhaus – Foto: Karola Schmitt

Etwa in der Mitte des gesamten Geländes gelegen, sorgt ein Café für die Verpflegung der Besucher. Der Weg vom Rhododenronhain zum Café führt aber erst noch am Rosengarten vorbei, der Romantiker in seinen Bann zieht. Die herrlichen Düfte der „Königinnen der Blumen“ schenken diesem Bereich ihre anheimelnde Atmosphäre. Die große, einladende Terrasse des Cafés gibt den Blick auf die Ökologische und Biologische Abteilung frei. Von hier aus fällt der Blick auch noch auf den attraktiven Schmuckhof. Auf Sitzgarnituren unter Schatten spendenden Schirmen bietet sich auf der Caféterrasse eine wunderbare Möglichkeit zum Verweilen und Genießen.

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