Kolumne

Der Berg ruft

Von: Holger Schossig

foto-holger-2120. Mai, 17 Uhr, Erlangen: Die fünfte Jahreszeit beginnt. Wenn Oberbürgermeister Siegfried Balleis das erste Erlanger Bergkirchweih Bierfass anzapft, dann darf wieder zwölf Tage lang gefeiert werden. Nun könnte ein Außenstehender glauben, die Bergkirchweih sei ein Volksfest, wie es in vielen anderen bayerischen Städten auch stattfindet. Das aber ist bei Weitem nicht so. Muss man die Bergkirchweih eigentlich noch vorstellen? In Bayern kennt sie wohl jeder. Aber wir haben ja auch Leser außerhalb Bayerns.

In den Bierkellern geht es hoch her - Foto: Stadt Erlangen

In den Bierkellern geht es hoch her – Foto: Stadt Erlangen

Nun denn: Das Besondere an der Bergkirchweih ist, dass sie auch tatsächlich auf einem Berg stattfindet. Der Burgberg liegt im Norden Erlangens und ist idyllisch mit hohen Bäumen eingewachsen. Hier werden jedes Jahr die Buden und Fahrgeschäfte aufgebaut und verleihen dieser Kirchweih ein besonderes Flair. Das aber ist noch nicht alles. Besonders hervorzuheben sind natürlich die vielen Bierkeller, die man auch außerhalb der Kirchweih besuchen kann. Der bekannteste ist im Übrigen der Entla´s Keller. Diese Bierkeller mit Ausschank werden in das Geschehen integriert und natürlich auch gerne angenommen.

Die Erlanger Bergkirchweih gibt es bereits seit dem Jahr 1755. Immer am Donnerstag vor Pfingsten beginnt das 12-tägige Fest. Es ist nach dem Oktoberfest in München und dem Gäubodenfest in Straubing das drittgrößte Volksfest des Freistaats. Auch heuer werden wieder über eine Million Besucher erwartet. Noch spielt das Wetter nicht so mit, wie in den letzten Jahren, aber das ändert sich hoffentlich noch. Doch die Besucher lassen sich von ein paar Regentropfen die Stimmung garantiert nicht verderben.

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