Kolumne

Der Basaltkegel Parkstein im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald

Von: Anja Bergler

Alexander von Humboldt zeichnete den Parkstein als einen der schönsten Basaltkegel Europas aus und dies nicht ohne Grund. Auch der Freistaat Bayern nahm bereits 2004 den Hohen Parkstein als Platz Nr. 20 in die Liste der 100 schönsten Geotope Bayerns auf. Darauf ist man mit Recht sehr stolz. Der Parkstein, auch Hoher Parkstein genannt, befindet sich im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab, nur rund 10 Kilometer von Weiden entfernt. Er ist seit Generationen ein beliebtes Ausflugsziel und mit 595 Metern über NN bietet er auch eine wunderschöne Fernsicht über die Landkreisgrenzen bis nach Tschechien. Seit dem Jahr 1937 ist der Parkstein unter Naturschutz gestellt.

Der Parkstein ist ein Vulkangebilde

Bizarre Basaltkegel – Foto: Walter J. Pilsack

Da sich das Geozentrum KTB Windischeschenbach in unmittelbarer Nähe befindet, wurde das Areal um Parkstein natürlich umfassend untersucht und analysiert. Der Basaltkegel Parkstein entstand durch einen Vulkan. Sehr gut erkennbar sind die mächtigen Basaltaufschlüsse, die mehreckige, bis zu einen Meter hohe Säulen bilden. Insgesamt beträgt die Höhe der Formation 38 Meter. Einige Teile reichen bis zu 30 Meter ins Erdreich hinein. Im unteren Bereich befinden sich, gleich neben dem legendären „Bergstüberl“, insgesamt drei Felsenkeller, in denen man wunderschöne Xenolithen (Gesteinseinschlüsse) bewundern kann.

Rund um diese Felsformation entstand die gleichnamige Ortschaft und spätere Marktgemeinde Parkstein. Es sieht von Weitem so aus, als wäre der Ort, mit seinen fast 2300 Einwohnern, an den Felsen gebaut worden. Hier befindet sich auch das erfolgreiche und über die Grenzen hinaus bekannte Witron Logistikunternehmen der Winkler Unternehmensgruppe, das im Umland sehr viele Arbeitsplätze gesichert hat.

Teile der Burg Parkstein sind noch erhalten

Schon von Weitem zu sehen: Der Parkstein – Foto: Ing. Richard Hilber

Auf dem Gipfel des Basaltkegels stand vor langer Zeit die Burg Parkstein, die sich im Übrigen auch einmal im Besitz von König Barbarossa befand. Von dieser Burg sind aber nur noch recht spärliche Reste übrig geblieben. Bereits im 17. und 18. Jahrhundert wurde diese teilweise abgerissen und die Steine für den Bau der Weidner Stadtpfarrkirche oder für den Wiederaufbau der Ortschaft Parkstein genutzt. Parkstein wurde nämlich um 1835 von einem großen Brand heimgesucht, wobei viele Häuser zerstört wurden. Zurück blieben nur einige wenige Fragmente.

Allerdings wurde an gleicher Stelle die Kath. Bergkirche St. Maria auf dem Parkstein errichtet, die normalerweise über einen kleinen Weg und Treppen erreichbar ist. Allerdings wurde der Aufstieg im letzten Jahr gesperrt, da sich einige Gesteinsbrocken vom Kegel gelöst hatten. Da dies langfristig verhindert werden soll, sind umfassende Sanierungsarbeiten am Kegel und an den Felsen notwendig. Derzeit wird mit Seilen und Netzen vor Steinschlag abgesichert. Nur so kann die Sicherheit beim Aufstieg auch gewährleistet werden.

Wer hier im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald einmal Urlaub macht, der sollte sich als Ausflugsziel den Hohen Parkstein unbedingt notieren und dem Basaltkegel einen Besuch abstatten.

Kommentar hinterlassen