Kolumne

Der Augsburger Dom „Unsere Liebe Frau“ – Kunst, Kultur und Geschichte

Von: Anke Becker

Die Kathedrale des Bistums Augsburg ist der Dom in Augsburg. Er ist heute eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Erste urkundliche Erwähnungen findet man ab dem Jahre 823 n. Chr. Allerdings hat man Fundamente ausgegraben, die schon aus dem vierten Jahrhundert n. Chr. stammen. Es wird vermutet, dass das Gelände damals schon Sitz einer frühchristlichen Gemeinde war.

Der Dom “Unsere Liebe Frau” in Augsburg – Foto: Johannes Böckh

Der Dom liegt im Georgs-Kreuzviertel in der Innenstadt. Über die Jahrhunderte wurde er mehrfach renoviert, umgebaut und in der Reformationszeit durch Bilderstürmer beschädigt. Besonders machen den Dom in Augsburg neben den Kunstwerken im Inneren auch der Domvorplatz. Der Vorplatz zeigt Fundstücke aus der Zeit der römischen Besatzung an der sog. Römermauer und das Fundament der einstigen Johanniskirche. Die Ausstellungsstücke gehören zum Diözesanmuseum St. Afra, das auch weitere Exponate wie eine originale Bronzetüre aus dem Jahre 1065 für seine Besucher zugänglich macht.

Im Innenraum des Doms befinden sich weitere Kunstwerke wie die Tafelbilder von Hans Holbein dem Älteren aus dem Jahre 1493. Sehenswert sind auch die sogenannten Prophetenfenster. Diese zeugen von frühen Fertigkeiten (11. und 12. Jahrhundert) in der Glaskunst. Die Fenster zeigen die Propheten Daniel, Jonas und Hosea sowie König David und Moses. Ganz besonders ansprechend (vor allem für die Damenwelt) ist die integrierte Marienkapelle mit ihrem hellrosa Anstrich, einem Säulenaltar und viel Stuck. Mit ihrem barocken Aussehen bildet sie einen starken Kontrast zum eher mittelalterlich gehaltenen Rest der Kathedrale.

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