Kolumne

Das Wappen von Mittelfranken

Von: Nico Häffner

Wie jeder der sieben Bezirke Bayerns hat auch Mittelfranken sein eigenes Wappen als Erkennungszeichen. Die Basis des Wappens bildet die typische ritterliche Schildform, ein Überbleibsel aus mitteralterlichen Zeiten. Es ist in der Mitte gespalten, sowie die linke Seite horizontal und gleichmäßig geteilt. Oben links ist das Wappen schwarz-silber geviert (quadratisch gemustert), darunter ist es rot, jedoch durchbrochen von drei silbernen Spitzen. Auf der kompletten rechten Seite dominiert ein schwarzer Adler auf goldenem Hintergrund.

Das Wappen von Mittelfranken

Natürlich hat jedes einzelne dieser Bestandteile seine Bedeutung und verweist jeweils auf ein ehemaliges reichsstädtisches Gebiet im heutigen Mittelfranken. Den größten Teil des Wappens bildet der halbe Adler, welcher die frühere freie Reichsstadt Nürnberg symbolisiert. Der Alder steht außerdem für das alte deutsche Reich und die dazugehörigen Städte. Daher auch die Übertragung auf Nürnberg.

Den unteren, rot-silber gemusterten Abschnitt bezeichnet man auch als den “fränkischen Rechen“. Wie der Namen schon verrät, ist er ein Wahrzeichen, das Franken allgemein repräsentiert. Die Farbwahl im Speziellen verweist aber auch auf das ehemalige Hochstift Eichstätt. Das frühere Gebiet der Markgrafen von Ansbach ist durch die schwarz-silberne Gevierung vertreten.

Übrigens: Wappen haben ihre Entstehung im 12. Jahrhundert, zur Zeit der Kreuzzüge. Die Allgemeinheit ist in dem Glauben, dass Wappen zur Unterscheidung von Freund und Feind während den damaligen Schlachten mit immer größeren Heeren dienten. Diese Argumentation wird jedoch kritisch betrachtet, da es bei der schieren Anzahl der verschiedenen Wappen unwahrscheinlich scheint, dass die Kämpfer sich diese merken und in der Hitze des Gefechts auch noch unterscheiden konnten.

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