Kolumne

Das Wappen der Oberpfalz

Von: Anja Bergler

Wie alle anderen Regierungsbezirke hat auch die Oberpfalz ein eigenes Wappen. Diesem liegt das Siegel der oberpfälzischen Landstände zugrunde, die bis in das 16. Jahrhundert zurück reichen. Angelehnt an die geschichtliche Tradition, die noch vom kurpfälzischen Fürstentum und dem kurpfälzischen bayerischen Territorium herrührt, erinnert das Wappen stark an die Zeit, als die Oberpfalz noch die „Obere Pfalz“ genannt wurde. Dies kam daher, weil geografisch gesehen die Oberpfalz höher gelegen war als die Pfalzgrafschaft am Rhein. Man erkennt bei genauerer Betrachtung auch die Besitzübernahme der ehemaligen Reichsstadt Regensburg in das bayerische Königreich aus dem Jahr 1810.

Das Oberpfälzer Wappen im Überblick

Das Wappen der Oberpfalz

Seit dem Jahr 1960 (ME v. 25.8.1960) hat das Wappen nun seine endgültige Form angenommen. Der Pfälzer Löwe hat seine Position behalten. Er ist auf schwarzem Hintergrund, selbst in goldener Farbe dargestellt, mit roter Krone, rot bewehrt und nach links gewendet, erhalten geblieben. Im hinteren Feld befinden sich die bayerischen Rauten in Weiß und Blau. Allerdings wurde im unteren Bereich in der leicht geschweiften roten Spitze der Reichsapfel (dieser war ein Zeichen der damaligen Landesfürsten) gegen die beiden schräg liegenden und gekreuzten silbernen Schlüssel eingesetzt bzw. ausgetauscht. Diese Schlüsselabbildungen findet man auch im Stadtwappen der Stadt Regensburg wieder.

Der Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg

Die beiden Schlüssel sind, wie bereits erwähnt, auch Teil des Wappens der Stadt Regensburg und sollten im Wappen der Oberpfalz der untrennbaren Verbindung zwischen dem Regierungsbezirk Oberpfalz und der Stadt Regensburg Nachdruck verleihen. Schließlich sprach man früher vom Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg.

Auch wenn die Oberpfalz eigentlich nichts mit der Pfalz zu tun hat, kein Weinbaugebiet ist und auch geografisch nicht im Zusammenhang steht, gibt es hier recht häufig Verwirrungen. Den Namen gab es durch den Kurfürsten von der Pfalz, der die Region von Heidelberg aus „regierte“, ehe das Oberpfälzer Fürstentum 1628 durch einen Herrschaftsübergang in die Hand von Maximilian I. von Bayern gelegt wurde.

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