Kolumne

Bayern – Vom einstigen Königreich zum Freistaat Teil 1

Von: Marlene Soff

Bayern hat, wie jedes andere Bundesland Deutschlands auch, eine sehr bewegte und facettenreiche Geschichte hinter sich. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass über die Jahrhunderte in diesem wunderschönen Land viele verschiedene Völker dort ihr Zuhause hatten. Sieht man sich einmal die Geschichte des Landes an, so muss man im Grunde genommen schon bei den Kelten anfangen, denn diese hatten das Gebiet, welches heute als Bayern bezeichnet wird, bis zum 15. Jahrhundert vor Christi Geburt fest in ihrer Hand. Erst zum genannten Zeitpunkt kamen dann mehr und mehr die Römer und eroberten die Vorherrschaft. Auf diese Weise kam dann auch die römische Kultur nach Bayern und wurde dort heimisch.

Das Denkmal von Otto I. im Hofgarten in München – Foto: Usien

Als dann die Zeit der Völkerwanderung kam, schafften es die sogenannten Baiwaren, bis in das Gebiet des damaligen Bayern, wobei der Bereich westlich des Lechs von den Alemannen besetzt wurde. Die Baiwaren hatten es jedoch schon bald so weit gebracht, dass sie in allen Belangen stark abhängig von Herrschern des Fränkischen Reiches waren und so wurde das Land ab dem Jahr 788 auch zum Fränkischen Reich gezählt.

Der Adel hält Einzug in Bayern

Herzog Albrecht IV.

Im Jahr 1180 herrschte im heutigen Bayern Kaiser Friedrich I., welcher just in diesem Jahr das Herzogtum einführte und Otto von Wittelsbach zum Herzog erklärte. Nichtsdestotrotz war das bayrische Land immer noch in verschiedene Teile aufgespalten und es sollte noch einmal bis zum Jahr 1506 dauern, bis die einzelnen Regionen vereint wurden. Verantwortlich hierfür war Herzog Albrecht IV., welcher im Zuge der Vereinigung auch gleich die Unteilbarkeit verankerte. Dermaßen als Einheit gestärkt, war es im Grunde genommen nur noch eine Frage der Zeit, bis Bayern sowohl in religiöser als auch in politischer Hinsicht stark an Bedeutung gewann.

Ziemlich genau zu Beginn des 16. Jahrhunderts galt das Land dann auch als Mittelpunkt der katholischen Kirche und pflegte zudem sehr gute Beziehungen zum Kaiserhaus. Über die weiteren Jahre folgten noch zahlreiche politische Wirren, welche nicht selten erst durch fragwürdige Entscheidungen des bayrischen Adels entstanden, doch zu guter Letzt führten all diese Entscheidungen zu einem immensen Zuwachs des bayrischen Landes. Denn ab dem Jahr 1803 reichte Bayern auf der einen Seite von Salzburg bis zum Vorarlberg und auf der anderen Seite vom Gardasee bis zum Thüringer Wald.

Ein Herrscher muss her

Maximilian I. Joseph – der erste bayerische König

Sieht man sich nun einmal die immense Größe des bayrischen Landes an, so wird einem sicherlich auch in der heutigen Zeit schnell klar, dass ein dermaßen großes Land auch einen würdigen Vertreter braucht. So sah es im Jahr 1806 auch Napoleon I., welcher dem damaligen Kurfürsten aus diesem Grund die Souveränität verlieh und zudem auch gleich noch den Königstitel. Ab diesem Zeitpunkt durfte sich der einstige Kurfürst nun König Maximilian I. Joseph nennen und zudem die wichtigsten Entscheidungen im Land treffen. Somit war das Königreich Bayern geboren und es sollte eine lange und ereignisreiche Geschichte über die Jahrzehnte folgen. Mehr dazu im zweiten Teil!

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