Kolumne

Ausstellung „Der schönste Tag im Leben. Hochzeitsmode von 1800 bis heute“

Von: Sebastian Herbst

Auch wenn in der heutigen Zeit die Zahlen der Scheidungen im Vergleich zu früher deutlich angestiegen sind – eine Hochzeit gehört für die meisten Menschen dennoch zu den größten Ereignissen im Leben. Dabei müssen es nicht einmal die eigenen Feierlichkeiten sein, auch der Besuch einer Heirat gehört für viele zu den schönen Pflichtveranstaltungen. Der Hingucker ist dabei meistens das Brautkleid, das sich über Jahrzehnte, gar Jahrhunderte hinweg seine unpraktische Form erhielt und sich gekonnt dem Gesellschaftsdrang zur Funktionalität entzieht.

Da schlägt jedes Frauenherz höher – Foto: Textilmuseum Mindelheim

Oder sahen die Gewänder früher doch ganz anders aus, als die weißen mit Rüschen verzierten Kleider, die man heute trägt? Wem diese Frage schon länger auf der Zunge liegt, der bekommt jetzt Antworten: Im Rahmen der Ausstellung „Der schönste Tag im Leben. Hochzeitsmode von 1800 bis heute“ sind im Textilmuseum Mindelheim zu dessen 25-jährigem Bestehen rund 40 Brautroben sowie zahlreiche Brautaccessoires aus den letzten 200 Jahren zu bewundern. Zusätzliche Hochzeitportraits ergänzen das Ensemble und geben Einblicke bis zurück ins Jahr 1591.

Mit zahlreichen Erläuterungen, die die Ausstellung begleiten, wird dabei den verschiedensten Fragen auf den Grund gegangen, die man sich so vielleicht noch gar nicht gestellt hat. Wieso zum Beispiel reicht sich das Brautpaar die Hände? Wozu dient der Ehering? Und was hat es mit dem Schleier der Braut auf sich? Noch bis zum 2.Oktober kann man dem im Textilmuseum Mindelheim auf den Grund gehen, und die einzigartigen Exponate besichtigen.

1 Kommentar zu Ausstellung „Der schönste Tag im Leben. Hochzeitsmode von 1800 bis heute“

  1. Renate Schmidt // 12. Juli 2011 um 23:54 //

    Diese Ausstellung ist sicherlich interessant, besonders auch, wie sich Ausstattung und (Hochzeits-) Rituale im Laufe von 200 Jahren verändert haben.

    Bei der Bezeichnung “schönster Tag im Leben” wundere ich mich allerdings immer: Das heißt doch eigentlich, von nun an geht’s bergab…

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