Kolumne

Das bayerische Nizza mit Tor zum Spessart

Von: Jan Sievert

foto-jan-21Nizza – Sonne, Strand, Wärme und Urlaub. Hört sich das nicht toll an ? Aber um nach Nizza zu kommen muss man nicht zwangsweise nach Frankreich fahren. Man kann auch einfach nach Aschaffenburg kommen – ins “Bayerische Nizza”.

Fast an der Grenze zu Hessen liegt an einer Mainschleife die Stadt Aschaffenburg. Im 5. Jahrhundert nach Christus durch die Allemannen gegründet, wohnen in der Stadt heute rund 70.000 Menschen. Aufgrund des milden Klimas trägt die Stadt seit einigen Jahren den liebevollen Beinamen “Bayerisches Nizza”. “Aschebersch“, wie es in der lokalen Mundart heißt, ist aber auch das “Tor zum Spessart“, und damit zu Hessen.

Schloss Johannisburg - Foto: © Uwe275 / PIXELIO

Schloss Johannisburg – Foto: © Uwe275 / PIXELIO

Deutlich wird dies vor allem durch die starken Einflüsse des Hessischen sowohl kulturell als auch beim Dialekt. So ähnelt das “Ascheberscherisch” kaum noch anderen fränkischen Dialekten, wie sie z.B. in Nürnberg und Bayreuth gesprochen werden. Ihre besondere Stellung innerhalb des Freistaates brachte die Stadt schon mehrmals zum Ausdruck, wie z.B. auch beim 2006 erschienenen Stadtführer mit dem Tiel „Aschaffenburg, eine Stadt im Rhein-Main-Gebiet, die durch den Spessart vom restlichen Bayern und Franken abgetrennt ist“.

Blick über den Main nach Aschaffenburg - Foto: © Uwe275 / PIXELIO

Blick über den Main nach Aschaffenburg – Foto: © Uwe275 / PIXELIO

Aschaffenburg lohnt definitiv zu jeder Jahreszeit ein Besuch. Vor allem jedoch in den Frühlings- und Sommermonaten, wenn die zahlreichen Parks im Stadtgebiet zum Spazieren und Entspannen einladen. Verlässt man dann die Parks und wendet man sich der Stadt an sich zu, kann man jederzeit Neues, Spannendes und Abwechslungsreiches entdecken. Neben den Parks prägen unzählige historische Gebäude und Schlösser das Stadtbild, und bei rund 720 Geschäften im Stadtgebiet findet jeder Shopping-Begeisterte das Richtige. Will man dann den Tag schön ausklingen lassen, entäuscht Aschaffenburg auch hier nicht. Auf 400 Einwohner fällt mindestens eine Gaststätte, eine Kneipe oder ein Restaurant. Damit hat die Stadt die höchste Gastronomiedichte Bayerns.
Und wann kommen sie ins “Bayerische Nizza” ?

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