Kolumne

Zwiesel – die niederbayerische Glasstadt

Von: Tanja Ranzinger

Die Stadt Zwiesel ist bekannt für ihre Glasindustrie. Da ist es nicht verwunderlich, dass es neben der Kristallmanufaktur auch eine Glasfachschule gibt. Im Ort befinden sich zahlreiche Glasherstellungs- und Glasveredelungsbetriebe. Neben dem Tourismus stellt demnach vor allem die Glasindustrie das Haupteinkommen dar. Einer Sage nach waren die ersten Siedler Goldwäscher. Erstmals im Jahre 1255 wurde Zwiesel als Dorf erwähnt, bereits 25 Jahre später galt sie als wichtiger Umschlagplatz nach Böhmen. Etwa zehn Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Regen gelegen, liegt sie am Rande des Grenzgebietes zu Tschechien.

Zwiesel liegt inmitten des Bayerischen Waldes zu Füßen des Arber – Foto: Konrad Lackerbeck

Der Zwiesler Winkel hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die zahlreichen Glashütten in denen Sie regelmäßig den Glasbläsern dabei zusehen können, wie ein Glas von Mund geblasen wird, um es dann manuell formen zu können, vermittelt nur einen kleinen Teil der Traditionellen Glasherstellung. Die Glasmanufaktur hat viele Facetten zu bieten. Überzeugen Sie sich von der Kreativität der Menschen die dort arbeiten. Seit 2007 hat dort die Glasindustrie ihr neues Wahrzeichen, die höchste Kristallglas-Pyramide der Welt. Gebaut aus über 93.000 Kristallgläsern hat sie eine stattliche Größe von acht Metern.

Erholung und Entspannung

Die Kristallglas Pyramide von Zwiesel, die größte auf der Welt – Foto: emyu

Der Stadtpark von Zwiesel lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Er liegt im weitläufigen Talkessel umgeben von waldreicher Natur, welche auch bei Wanderern sehr beliebt ist. Die Stadt liegt dem „König des Bayerischen Waldes“ zu Füßen. Die Rede ist vom Arber. Das ganze Jahr über ist er Ziel für zahlreiche Wandertouren, im Winter findet man ein perfektes Skigebiet vor. Von überall reisen sie an, um mit den Brettln den Hang herunter zu rauschen.

Sehenswürdigkeiten gibt es auch in Zwiesel

Die Zwieseler Glasfachschule – Foto: Konrad Lackerbeck

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt als Erstes einmal die Zwieseler Stadtpfarrkirche St. Nicolaus. Aufgrund ihrer imposanten Größe und Ausstattung, wird Sie ganz nebenbei auch als der „Dom des Bayerischen Waldes“ bezeichnet. Schon von Weitem ist der 86 Meter hohe ziegelrote Turm zu sehen. Sehenswert ist auch das Waldmuseum direkt hinter dem Rathaus. Untergebracht ist es in dem früheren Kommunbrauhaus. Das Museum ist in drei Bereiche aufgeteilt. Wald, Heimat und wie kann es anders sein, Glas. Auf drei Stockwerken befindet sich so jedes Thema auf einer Etage.

Wollten Sie schon immer einmal zusehen, wie Bier gebraut wird? Dann sollen Sie dem Dampfbier Museum einen Besuch abstatten. Die Brauerei der Familie Pfeffer ist für das Dampfbier in der Region bekannt. In der Erlebnisbraustätte bekommen Sie Einblicke die Brauereigeschichte.

Ganz Mutige können sich auch die unterirdischen Gänge in Zwiesel ansehen. Hierbei handelt es sich um ein Tunnelsystem, welches bis ins Hochmittelalter zurückreicht. Regelmäßig werden dort Führungen angeboten, zudem finden wechselnde Kunstausstellungen statt. Trauen Sie sich und begeben Sie sich in die Unterwelt von Zwiesel!

1 Kommentar zu Zwiesel – die niederbayerische Glasstadt

  1. War damals mit meiner Schulklasse eine Woche in Zwiesel, war ganz interessant allerdings ein wenig zu lang.Damals gabs noch nicht die Kristallglas Pyramide. Aber einen Tagesausflug ist Zwiesel auf jeden Fall Wert.

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