Kolumne

Würzburg – Wein, Main und Bischöfe

Von: Holger Schossig

foto-holger-213Umgeben von Weinbergen, am Fuße des Mains gelegen, überragt von der Festung Marienberg und die fünftgrößte Stadt in Bayern – das ist Würzburg, gleichzeitig Regierungshauptstadt von Unterfranken und Bischofsstadt.

Würzburg ist über 1.300 Jahre alt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahr 704 n. Chr. Seit 741 ist Würzburg Bischofsstadt. Der Ort wurde strategisch günstig am Main gegründet, was schon in früher Zeit den Handel florieren ließ.

Schöner kann der Ausblick nicht sein: Die Innenstadt mit der alten Mainbrücke - Foto: © Dieter Kaiser / PIXELIO

Schöner kann der Ausblick nicht sein: Die Innenstadt mit der alten Mainbrücke – Foto: © Dieter Kaiser / PIXELIO

Heute liegt Würzburg an der Romantischen Straße, mehr noch, Würzburg ist der Ausgangsort dieser Straße, die durch Ortschaften wie Tauberbischofsheim, Rothenburg ob der Tauber, Feuchtwangen, Donauwörth, Augsburg, Landsberg am Lech bis nach Füssen reicht.

Aber zurück nach Würzburg! Der Besucher darf sich auf eine moderne Stadt freuen, die aber auch sehr viel aus ihrer Vergangenheit erzählt. Die Altstadt ist mit ihren Fachwerkhäusern malerisch, die Festung fügt sich in die umliegenden Weinberge perfekt ein und am Main kann man sich bei einer Bootsfahrt die nähere Umgebung ansehen.

Wer nach Würzburg kommt, der sollte sich etwas Zeit nehmen. Im Schnelldurchlauf kann man die vielen Sehenswürdigkeiten sicherlich nicht genießen. Da wäre zum einen die Würzburger Residenz, die nicht nur eines der bedeutendsten Schlösser in Deutschland ist, sondern seit 1981 bereits UNESCO-Weltkulturerbe. Erbauen ließ sie ab 1720 der barocke Baumeister Balthasar Neumann. Innen sind u.a. Kunstwerke von Antonio Bossi und Giovanni Tiepolo zu sehen. Mitten in der Innenstadt ragt der Dom St. Kilian mit seinen zwei Türmen empor. Er wurde im Jahr 1040 erbaut, wobei die Osttürme das letzte waren, was fertiggestellt wurde – und das erst fast 200 Jahre später.

Die Würzburger Residenz - Foto: © bbroianigo / PIXELIO

Die Würzburger Residenz – Foto: © bbroianigo / PIXELIO

Bei einem Trip nach Würzburg darf natürlich auch ein Besuch auf der Festung Marienberg nicht fehlen. Von hier hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und die angrenzenden Weinberge. Vor allem im Sommer ein wahrer Genuss. Gegründet wurde die Festung Anfang des 13. Jahrhunderts. Sie war über 450 Jahre Sitz der Fürstbischöfe. Heute sind dort das Mainfränkische Museum und das Fürstenbaumuseum untergebracht.

Ebenfalls ein Relikt aus alter Zeit, genauer gesagt aus den Jahren 1473 bis 1543, ist die Alte Mainbrücke. Diese komplett aus Stein errichtete Brücke verband die Innenstadt mit der Festung. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Käppele, eine Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg, die Marienkapelle, eine spätgotische Kirche, die auf dem Unteren Marktplatz zu finden ist, das Falkenhaus mit Rokokofassade, das direkt auf dem Marktplatz steht und auch der alte Hafen.

Apropos Hafen: Eine Schifffahrt auf dem Main sollte man sich nicht entgehen lassen. So kann man eine Fahrt nach Veitshöchheim unternehmen, nach Ochsenfurth oder auch nach Karlstadt. Die Schiffstouristik Würzburg bietet außerdem eine Reihe weiterer toller Fahrten an.

Den Tag kann man dann prima in einem der urfränksichen Weinlokale oder auch in einem Weinkeller ausklingen lassen und aus dem reichhaltigen Sortiment typischer Frankenweine auswählen.

4 Kommentare zu Würzburg – Wein, Main und Bischöfe

  1. NLP Würzburg // 21. April 2010 um 08:01 //

    Würzburg hat sich seinen Charakter bewahrt und ist eine erwachsene Stadt mit wunderschönen Plätzen geworden………….ein Würzburger!

  2. würzburger // 15. Oktober 2012 um 06:40 //

    Holger Schossig hat null Ahnung!

    Wo hat Würzburgs Altstadt Fachwerkhäuser?
    Nicht eines gibt es.

    Ochsenfurth mit th am Ende das geht gar nicht!
    und
    erbauen ließen die Würzburger Residenz die Schönbornschen Fürstbischöfe und nicht Balthasar Neumann.
    Baltharsar Neumann war Baumeister sozusagen Architekt

    Wenn Herr Schossig noch mehr von Würzburg wissen möchte,
    kann er haben !

  3. Holger Schossig // 16. Oktober 2012 um 01:23 //

    Es ist traurig und beschämend, dass es immer wieder Leute gibt, die sich hinter Pseudonymen verstecken und mit anderen Menschen in einer Art und Weise reden, dass man meinen könnte, die Erziehung hat bei ihnen grundlegend versagt. Armes Deutschland!

    Wenn Sie, Herr Würzburger, mir etwas zu sagen haben, dann können Sie mir gerne eine Mail schreiben. Ansonsten hoffe ich, dass Sie nie Fehler machen und wenn doch, dass Sie nie so dämlich angeredet werden, wie Sie dies hier tun.

  4. Simon Schroeder // 16. Oktober 2012 um 18:30 //

    Ich kann mich da Holger nur anschließen. Kritik ist hier immer gerne gesehen – aber bitte stets nett und freundlich!

    LG
    Simon

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