Kolumne

Wilhelm Löhe – Visionär der Nächstenliebe!

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Wilhelm Löhe wurde am 21. Februar 1808 in Fürth geboren und ist ein wichtiger Mann für die evangelische Diakonie nicht nur in Bayern, sondern sogar national und übernational. Er war eines von fünf Kindern und musste schon im Alter von acht Jahren den Tod seines Vaters verkraften.

Trotzdem durfte er das Gymnasium besuchen, was zu seiner Zeit nicht unbedingt „normal“ war, zumal die wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Familie sehr schlecht waren.

Er studierte in Erlangen Theologie und hatte dabei Gelegenheit, Persönlichkeiten wie Friedrich Hegel und Friedrich Schleiermacher kennenzulernen. Schon im Alter von 22 schloss er sein Studium mit guten Noten ab. Danach absolvierte er sein Vikariat, das damals noch fünf Jahre dauerte und landete dabei in verschiedenen Pfarrstellen, sowohl auf dem Dorf, als auch in der Stadt.

1837 kam Wilhelm Löhe zusammen mit seiner Frau nach Neuendettelsau, einem fränkischen Dorf, obwohl ihm eine Stelle in der Stadt lieber gewesen wäre. Mit seiner Frau Helene hatte er vier Kinder. Leider starb seine Frau 1842 mit nur 23 Jahren.

Wilhem Löhe hatte einen starken Glauben, der ihm half, mit seiner Trauer fertig zu werden. Dabei wurde ihm die christliche Nächstenliebe immer wichtiger. Sie war der starke Motor, der ihn antrieb, um sich der Not der Menschen anzunehmen und soziale Missstände zu beseitigen. Diese waren damals unvorstellbar. Vor allem auf dem Land grassierte die Armut.

Die medizinische Versorgung war ausgesprochen dürftig. Krankenpflege war eine Tätigkeit, die keinerlei Ansehen besaß. Vor diesem Hintergrund gründete Wilhelm Löhe 1854 die Diakonissenanstalt.

Das Mutterhaus wurde zur Ausbildungsstelle vieler junger Frauen. Auch für diese Diakonissen war Nächstenliebe ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Menschen mit Behinderungen und Waisenkinder lagen Wilhelm Löhe ganz besonders am Herzen. Es waren sein tief verwurzelter Glauben und seine Ideen die aus der Diakonie Neuendettelsau ein facettenreiches Werk werden ließ.

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Artikelbild: ©panthermedia.net Alexandr Zadiraka

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