Kolumne

Werden Krankheiten durch Mückenstiche übertragen?

Mückenplage breitet sich aus Mückenplage breitet sich aus
Mückenplage breitet sich aus

Mückenplage breitet sich aus

Mücken sind für die Menschen im Sommerhalbjahr eine erhebliche Plage und besonders für Personen, welche in der Nähe von stehenden Gewässern wohnen.

Durch das Hochwasser in den vergangenen Wochen haben sich die Gebiete für die Mücken wesentlich erweitert. Der Boden ist derartig mit Wasser gesättigt, sodass dieses nicht mehr abfließen kann.

In diesen Regionen finden die Mücken beste Bedingungen, um ihre Larven ablegen zu können. Zum Glück ist das Gefahrenpotenzial von gefährlichen Erkrankungen durch Mücken nicht so hoch wie in den tropischen Ländern, trotzdem kann es nach einem Mückenstich zu Problemen kommen. Die häufigste Ursache in Deutschland sind Entzündungen oder vereiterte Stellen auf der Haut. Der Grund ist der auftretende Juckreiz nach Mückenstichen. An den betroffenen Stellen wird mit den Fingernägeln gekratzt und es entstehen dadurch offene Wunden. Diese Bereiche sind das Einfallstor für Bakterien und Viren, welche Entzündungen der Haut auslösen können.

[sws_yellow_box box_size="640"]Inhalte des Artikels
Die Borreliose
Das Dengue-Fieber
Fazit
Quellen [/sw[/sws_yellow_box]

Die Borreliose

In unseren Breiten kann eine Mücke auch die Borreliose übertragen. In der Regel sind die Krankheitsüberträger infizierte Zecken. Doch befällt diese Krankheit ein Haus- oder Nutztier, kann Borreliose auch auf eine Mücke übertragen werden. Setzt die Mücke später einen Stich bei einem Menschen, so gelangen die Borrelien in die Blutbahn. Da die Inkubationszeit mehrere Monate bis Jahre dauern kann, wird niemand den Mückenstich als Ursache der Erkrankung sehen. Oft sind die Symptome bei einer Borreliose derartig diffus, dass die Mediziner erst nach einer längeren Zeit und mehreren Untersuchungen die richtige Diagnose stellen und Antibiotika einsetzen.

Besonders gefährliche Krankheiten werden von Mücken in den tropischen und subtropischen Ländern übertragen. Dort können die Menschen am Gelbfieber, dem West-Nil-Fieber, Malaria, der japanischen Enzephalitis oder dem Rift-Valley-Fieber erkranken. Gegen einige der Krankheiten können sich die Touristen impfen lassen, wenn eine Reise in die gefährdeten Gebiete angetreten wird. Auf diesem Weg wird ein großer Gefahrenherd ausgeschaltet.

Nano – Nach dem Hchwasser droht Mückenplage 3sat 17.06.13

Das Dengue-Fieber

Einige gefährliche subtropische Mückenarten haben es sogar bis nach Deutschland geschafft. Die Tiere haben als blinder Passagier die Reise per Flugzeug oder Schiff überstanden.

Durch die klimatische Erwärmung fanden die Mücken in Deutschland Bedingungen vor, welche ein Überleben sicherte. In vielen europäischen Ländern trat schon das Dengue-Fieber auf und jetzt gehört auch Deutschland dazu. Die relativ guten Bedingungen für die Mücken ermöglichen es, auch hier zu überleben und das Dengue-Fieber auf die Menschen zu übertragen.

Diese Erkrankung hat eine Inkubationszeit von etwa 14 Tagen und kommt wie ein grippaler Infekt daher. Es kommt zum Fieber, wobei Werte bis zu 40 Grad erreicht werden können. Zusätzliche Erscheinungen sind Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Die meisten Patienten bringen diese Beschwerden nicht mit einem Mückenstich in Verbindung. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden von selbst wieder ab. Etwa 2,5 Prozent der Fälle verlaufen allerdings tödlich. Eine Impfung gegen das Dengue-Fieber gibt es zurzeit nicht. Da die Tigermücken am Tag aktiv sind, helfen auch keine Netze gegen Mücken. Die einzige Möglichkeit besteht darin, sich mit Sprays gegen die Plagegeister zu schützen.

Fazit

In Zukunft müssen wir häufiger mit Mücken aus subtropischen Ländern in unseren Regionen rechnen, denn die Gründe sind die klimatischen Veränderungen. Der Schutz vor diesen Tieren gewinnt eine immer größere Bedeutung.

Quellen

http://www.ratgeber-insektenstiche.de/insektenstiche/mueckenstiche/moegliche-folgen
http://de.wikipedia.org/wiki/Denguefieber

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net staphy

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