Kolumne

Typisches Osteressen in Bayern

Osteressen in Bayern Osteressen in Bayern
Osteressen in Bayern

Osteressen in Bayern

Auf der ganzen Welt ist der Spruch „Essen hält Leib und Seele zusammen“ in aller Munde. Doch an keinem Ort existiert er so wie in Bayern.

Die Entwicklungsperiode der historisch-klassischen bayerischen Küche hatte im Vergleich zu anderen Stätten in Deutschland eine große Überlegenheit. Über 800 Jahre herrschten Könige, welches Stetigkeit und Standhaftigkeit der Gesetze versprach.

Es gab und gibt in Bayern viele und reiche Bauernhöfe. Das bedeutet, es gibt viel Vieh, uneingeschränktes Fleisch zum Verkauf und Mehl. Das Résumé dieses Reichtums ist eine kräftige sowie rustikale Fleischküche mit üppigen Mehlspeisen. Ostern ist immer ein besonderes Ereignis, um mit der Familie köstliche Leckereien zu zaubern.

Typische bayerische Ostergerichte sind:
– Schweinebraten mit Knödel, Blaukraut oder Sauerkraut
– Hendel
– Suppen mit Einlage von Leberknödel, Pilzen
– süße Knödel z.B. Marillenknödel, Kaiserschmarrn, Rohrnudeln
– Zwetschgendatschi, Apfelstrudel/ Apfelkücherl
– Prinzregententorte
– bayerischer Kartoffelsalat, Sauerkäs und Leberkäs
– Ochsenschwanzragut
Weißwurst

Rezept – Bayerische Creme (Red Kitchen – Folge 180)

Geschichtliche Bedeutung der bayerischen Weißwurst

Die berühmte Weißwurst existiert erst seit 1857. Der Erzählung nach entstand die Weißwurst an einen dunklen Februarmorgen. Ein Metzgergeselle sollte Bratwürste herstellen, da er noch nicht ganz wach war, ergriff er den falschen Darm und drückte ihn voller Brät.

Diese Würste waren überdimensional groß und zum Braten zu dick. Also legte er sie in heißes Wasser und ließ sie fertig garen. Diese Spezialität fand großes Anziehen beim Volk und gehört zum bayerischen Osteressen zum festen Bestandteil.

Eine weitere traditionelle Osterspeise in Bayern ist die Schwammerlsuppe. Diese verwöhnt einen mit einem unvergesslichen Geschmackserlebnis. Zuerst sucht man sich frische Pilze aus dem Wald, die als Einlagen für die Suppe dienen. Nichts ist so geschmackvoll, wie eine mit frischen Pilzen hergestellte Schwammerlsuppe.

Osterkuchen Zuccotto – Eisgekühlte Kuppeltorte

Bayerisches Bier und bayerische Desserts

Nach den ganz deftigen Speisen kommen wir zu den süßen Osterspezialitäten, hier erklärt die Bayerische Creme und die Prinzregententorte. Die Bayerische Creme existiert seit 1385. Die Basis ist eine Englische Creme, welche eine im Wasserbad abgeschlagene Creme aus Eigelb, Zucker, Milch und Sahne ist und mit Gelatine gebunden und mit Schlagsahne verfeinert wird. Die bayerische Creme wird oft mit Kirschen, Wald- oder Erdbeeren garniert. Ein ebenso tolles und schmackhaftes Dessert ist die Prinzregententorte.

Sie zählt ebenfalls zu den traditionellen bayerischen Süßspeisen. Sie besteht aus 5 – 7 Schichten einzelnen, gebackenen Biskuitböden. Dazwischen wird immer wieder Buttercreme gestrichen. Die Zubereitung ist recht einfach und für Osterfeiertage ideal.

Weißwurst richtig zubereiten und essen

Was wäre die bayerische Osterküche ohne ein kaltes Maß Bier?

Das bayerische Bier hat eine jahrhundertealte Geschichte. Es wird heute noch nach dem bayerischen Reinheitsgebot im Jahre 1516 hergestellt und unter den langjährigen, konventionellen, lebensmittelrechtlichen Vorschriften gebraut.

Die Zutaten bestehen aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe. In Bayern werden verschiedene Bierspezialitäten gebraut, wo kein Bier dem anderen gleicht. Die berühmtesten und meistgetrunkenen Biere sind das Weizenbier und Bockbier sowie Radler.

Das typische Osteressen in Bayern ist beschaffen von bäuerlichen Rezepten. Es dominieren Fleisch, Knödel und ausgezeichnete Mehlspeisen. Die Beilagen sind meist Sauerkraut, Blaukraut oder Kartoffelsalat. Bayerische Spezialitäten, wie beschriebene, haben eine sehr lange Tradition und werden besonders an Festtagen gekocht. Man kann sie nur lieben – und das zurecht.

Artikelbild Oben: © panthermedia.net haveseen

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