Kolumne

Traditionelles Essen in Bayern

Weißwurst als Traditionsessen Weißwurst als Traditionsessen
Weißwurst als Traditionsessen

Weißwurst als Traditionsessen

Traditionelles Essen ist gerade in Bayern sehr wichtig. Hier wird sehr viel Wert auf die Speisen und die Geselligkeit beim Essen gelegt. Dabei ist die bayrische Küche besonders für ihr deftiges und fleischreiches Essen bekannt.

Bekannt wurde die bayrische Küche Ende des 18. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurde in vielen Teilen Deutschlands sehr regional gekocht. Dies führte dazu, dass sich viele einer bestimmten Region zugehörig fühlten.

Außerdem hat ein Großteil der regionalen Küche einen geschichtlichen Hintergrund. Die ersten richtigen Kochbücher über die traditionelle bayrische Küche gab es im 19. Jahrhundert. Hier wurde viel nach der Art der Hausmannskost gekocht. Dazu gehörten viel mehlreiche Speisen, da sich diese auch die einfache Bevölkerung leisten konnte. Damals war Fleisch etwas sehr besonderes und wurde bei vielen Familien nur am Sonntag aufgetischt.

Weisswurst Making of

Früher wurde außerdem zwischen der bayrischen und der Münchener Küche unterschieden. In München lebten weniger einfache Bürger. Dies führte dazu, dass hier der Fleischanteil im Essen bedeutend höher war, als außerhalb der Stadt.

Das typische bayrische Gericht

Als erstes traditionell bayrisches Gericht fällt wohl jedem die Weißwurst ein. Diese wurde jedoch erst im Jahre 1857 erfunden. Sie ist eine Brühwurst aus sehr feinem Kalbsfleisch, heute wird auch Schweinefleisch verwendet, das sehr speziell gewürzt ist.

Zum Würzen des Bräts wird hier normales Kochsalz verwendet, was zur typischen Weiß-Grau Färbung der Wurst führt. Sie stammt von einem französischen Gericht ab. Solche ähnlichen Gerichte gab es in Frankreich schon mit Beginn des 14. Jahrhunderts.

Gegessen wird die bayrische Weißwurst traditionell früh morgens. Sie wird zusammen mit süßem Senf und einer Brezel gegessen. Traditionell wird dazu ein Weißbier getrunken. Der Darm wird bei dieser Art von Wurst jedoch nicht mit gegessen.

Der Weg der Brezel

Weitere traditionelle Gerichte der bayrischen Küche

Neben der Weißwurst gibt es noch viele andere traditionelle bayrische Gerichte. Eine weitere Besonderheit der bayrischen Küche sind beispielsweise verschiedene Arten von Sülzen.

Dies ist ein Gericht, welches aus kaltem Fleisch und Gemüse besteht, welche dann in Gelee eingelegt wird. Hinterher können sie Sülze dann in Scheiben geschnitten, und beispielsweise als Brotbelag verwendet werden. Dampfnudeln sind auch ein sehr beliebtes Gericht in der traditionellen Küche Bayerns.

Sie bestehen aus einem Hefeteig. Dampfnudeln können entweder als warme Hauptspeise mit Gemüse und einer Soße gereicht werden oder auch als Dessert, mit Vanillesoße und einem Obstkompott, dienen. Gemüse ist in der traditionellen bayrischen Küche eher selten zu finden. Der Großteil des Gemüses bestand aus Sauerkraut und Rüben, die als Beilage zu verschiedenen Gerichten dienten. Sauerkraut und Rüben war für die einfache Bevölkerung sehr gut zugänglich, da sie alles selbst anbauen konnten. Das Sauerkraut war außerdem noch sehr lange haltbar, wenn es eingelegt wurde. Suppen, welche zusammen mit Knödeln gereicht wurden, waren in Bayern ebenfalls sehr beliebt. Eine Suppe zuzubereiten war oft nicht teuer und zusammen mit Knödeln ist eine Suppe zudem sehr sättigend.

Galileo – XXL Leberkäse

In einer Suppe konnte man oft alles an Lebensmitteln und deren Resten verwenden, was man im Haushalt so hatte. Dies führte dazu, dass die Bevölkerung kaum etwas an Lebensmitteln weggeworfen hat, da sich die einfache Bevölkerung das zu der Zeit auch gar nicht leisten konnte.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Arne Trautmann

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