Kolumne

Tänzelfest: Kinder inszenieren Geschichte

Tänzelfest Tänzelfest
Tänzelfest

Tänzelfest

„Kinder spielen die Geschichte ihrer Stadt“ lautet das Motto des Tänzelfestes in Kaufbeuren. Dieses Fest, das alljährlich Ende Juli gefeiert wird, zieht alljährlich Tausende von Besuchern aus nah und fern in die mit rund 40.000 Einwohnern größte Stadt des Bezirkes Schwaben.

Der große Höhepunkt findet jeweils sonntags und montags mit einem großen Festumzug durch die Stadt und einer anschließenden Spielszene vor dem Rathaus statt.

Die Organisatoren dieser Veranstaltung, der Tänzelfestverein e.V. ist das ganze Jahr über damit beschäftigt, um diesen Groß-Event zu organisieren. Denn auch wenn sich der vermutete Ursprung des Festes, eine Stiftung des Kaisers Maximilian I., nicht nachweisen lässt, so legen die Macher des Festes größten Wert auf historische Detailtreue, wenn es um die historischen Kostüme aus dem 15. Jahrhundert geht.

Tänzelfest 2010

Der letzte Ritter Deutschlands

Auch wenn das Fest offiziell auf eine Stiftung des Kaisers, der als letzter Ritter Deutschlands gilt, zurück geführt wird, ist es vermutlich noch viel älter und hat sich aus den Festen der mittelalterlichen Zünfte entwickelt.

Der absolute Höhepunkt ist der Einzug des Kaisers in der Stadt, an dem alljährlich rund 1700 Kinder in historischen Kostümen, sowie 170 Pferde, zahlreiche Kutschen, Festwagen und verschiedene historische Musikgruppen beteiligen. Neben diesem großen Spektakel ist für die Bürger Kaufbeurens das Historische Lagerleben ein ebenso zentrales Element des Tänzelfestes.

Bei diesem Anlass unternimmt die gesamte Innenstadt einen mehr als 500-jährigen Zeitsprung und verwandelt sich wieder in eine freie Reichsstadt des Mittelalters. Am früheren Standort der Stadttore werden Nachbildungen, die den Originalen nachemüpfunden sind, aufgestellt. Bei diesem Anlass zeigen auch viele Vereine und Handwerker, wie der Alltag für die Bürger der freien Reichsstadt im Mittelalter ausgesehen hat.

Tänzelfest Kaufbeuren

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net kzenon

Kommentar hinterlassen