Kolumne

Tagesgeldkonto bei regionalen Banken gut?

Tagesgeldkonto Tagesgeldkonto
Tagesgeldkonto

Tagesgeldkonto

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Die Angebote der einzelnen Banken, und somit auch der Filialbanken vor Ort, differieren teilweise immerhin erheblich. Deshalb sollten sich Interessenten über die Konditionen genauestens informieren.

Nicht jeder möchte seine Bankgeschäfte auch online führen. Vor allem ältere Mitbürger suchen oft noch eine Bankfiliale vor Ort auf.

[sws_yellow_box box_size="640"]Inhaltsverzeichnis
Tagesgeldkonto bei regionalen Banken gut?
Vorteile der Banken vor Ort
Anbieterauswahl von Tagesgeldkonten
Quellen der Recherche
http://www.tagesgeld.info/tagesgeld/suedtiroler-sparkasse-tagesgeld/
http://www.focus.de/finanzen/banken/tagesgeld/tagesgeld_aid_10388.html [/sw[/sws_yellow_box]

Wer sich jedoch vorab im Internet nach guten Tagesgeldkonten informiert hat, kann das Rechercheergebnis natürlich auch dem Bankberater vorlegen. Vielleicht offeriert er Ihnen als treuen Kunden ein besonders Tagesgeldkonto mit besseren Konditionen.

Aber auch sonst ist es durchaus vorteilhaft, sein Tagesgeldkonto bei einem Finanzinstitut zu eröffnen, welches vor Ort ansässig ist. So haben Sie bei Rückfragen immer einen kompetenten Ansprechpartner vor Ort, den Sie während der Geschäftszeiten erreichen, aber auch anrufen können. Er wird für Ihre Anliegen immer ein offenes Ohr haben.

Vorteile der Banken vor Ort

Eröffnen Sie das Tagesgeldkonto bei der Hausbank, die auch Ihr Girokonto führt, sind Umbuchungen binnen weniger Sekunden möglich. Bei unterschiedlichen Finanzinstituten kann diese Transaktion durchaus einen bis zwei Werktage dauern. Vor allem, wenn Sie kurzfristig auf Ihr Erspartes zurückgreifen müssen, ist die Zeit der Transaktion durchaus beachtenswert.

 

Online-Banking

Online-Banking

Viele Finanzinstitute bzw. Kreditinstitute vor Ort bieten mittlerweile auch die zusätzliche Möglichkeit, Finanztransaktionen online abzuwickeln und den Finanzbereich im Internet zu erledigen.

So sind Einzahlungen vom Giro- auf das Tagesgeldkonto binnen weniger Sekunden verbucht und genauso funktioniert es mit Überweisungen vom Tagesgeldkonto.

Kunden müssen dazu nicht mehr die Filiale vor Ort aufsuchen, sondern benötigen hierfür nur das notwendige Passwort, die entsprechende PIN und eine mTAN-Liste respektive ein kleines Kartenlesegerät, welches die zur Transaktion gehörige mTAN erstellt. Dieses Gerät stellt Ihnen die Bank zur Verfügung. Zugleich haben Kunden aber auch die Möglichkeit, die Geschäfte in den Räumlichkeiten der Bank abzuwickeln und bei Fragen einen kompetenten Berater anzusprechen.

Es gibt auch überregional tätige Online-Banken, die zugleich Filialen vor Ort betreiben. Dazu gehört beispielsweise die Südtiroler Sparkasse. Letztere wirbt mit einer 1,5-prozentigen Guthabenverzinsung auf Tagesgeldkonten, die für sechs Monate festgeschrieben ist. Kunden haben sowohl die Möglichkeit, Bankgeschäfte online abzuwickeln, als aber eben auch die Filiale in München zu nutzen. Zugleich unterliegt die Bank dem Einlagensicherungsfond, der bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank absichert. Eine Mindestgeldanlage ist übrigens nicht erforderlich und die Zinsgutschrift erfolgt vierteljährlich.

Anbieterauswahl von Tagesgeldkonten

Achten Sie nicht allein auf die Verzinsung des Tagesgeldkontos. Ausschlaggebend ist beispielsweise auch, ob die Zinsgutschrift nur einmal zum Ende des Kalenderjahres oder aber vierteljährlich beziehungsweise monatlich erfolgt.

Bei einer monatlichen oder vierteljährlichen Zahlung profitieren Sie vom Zinseszinseffekt.

Auch deshalb kann es von Vorteil sein, sich für einen regionalen Anbieter zu entscheiden, der eine viertel- oder sogar monatliche Zinsgutschrift offeriert.

Um ein Tagesgeldkonto einrichten zu können, wird in der Regel auch ein sogenanntes Referenzkonto benötigt. Hierbei handelt es sich um ein reguläres Girokonto. Nur von diesem aber können dann Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto vorgenommen werden. Abbuchungen vom Tagesgeldkonto werden ebenfalls nur auf das zur Kontoeröffnung angegebene Girokonto überwiesen. Gelangt jemand unberechtigterweise an die Tagesgeld-Kontodaten und veranlasst eine Abbuchung, wird der Betrag daher nur dem Girokonto gutgeschrieben – ist also weiterhin für den Kunden verfügbar und kann natürlich auch wieder zurückgebucht werden.

Beachtenswert ist bei der Auswahl auch, ob eine Mindesteinlage – und wenn ja, in welcher Höhe – gefordert wird. Manche Banken gewähren den attraktiven Zinssatz zudem nur bis zu einer festgelegten Sparsumme, jeder weitere eingezahlte Euro wird wesentlich niedriger verzinst. Auch auf diesen Aspekt sollte geachtet werden.

Achten Sie bei der Wahl des Anbieters auch darauf, dass die Kontoführung kostenlos erfolgt, vielleicht sogar in Kombination mit einem kostenlosen oder zumindest günstigen Girokonto. Zudem ist es von Vorteil, wenn der Tagesgeld-Zinssatz für eine gewisse Dauer, beispielsweise für sechs Monate, festgeschrieben ist.

Genossenschaftsbanken wie beispielsweise Volks- & Raiffeisenbanken bieten ihren Mitgliedern teilweise günstigere Konditionen als Kunden, die bei diesem Finanzinstitut nur ihre Konten führen. Deshalb wäre es durchaus nachdenkenswert, eine Mitgliedschaft zu erwerben und dann von günstigeren Konditionen zu profitieren. Je nachdem, wie viele Finanzangebote das Mitglied nutzt, hat es den einmalig zu zahlenden Beitrag schnell wieder gespart. Zumal der Beitrag bei Beendigung der Mitgliedschaft mit einer sehr guten Verzinsung ausgezahlt wird. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Berater vor Ort in einem ausführlichen Gespräch informieren.

Vor allem für Anleger bis zu einem Alter von 25 Jahren halten viele Banken vor Ort weitere attraktive Konten bereit, die derzeit teilweise sogar einen größeren Zinsertrag bieten als ein Tagesgeldkonto. Hierbei kann aber meist nur in monatlichen oder quartalsweisen Abständen über einen Maximalbetrag von 2.000 Euro verfügt werden, bei höheren Auszahlungen werden Vorschusszinsen in Rechnung gestellt. Deshalb sollten sich Interessenten vorab genauestens über die verschiedenen Konditionen des jeweiligen Kreditinstitutes informieren und die Entscheidung auch einige Tage überdenken. Natürlich kann ein solches Konto auch von den Eltern oder Großeltern auf den Namen des Kindes eingerichtet und beispielsweise monatlich bespart werden. Ähnliches gilt natürlich auch für Tagesgeldkonten.

Bereiten Sie sich für das Gespräch mit Ihrem örtlichen Finanzberater vor und nehmen Sie auch einige Vergleichsunterlagen zum Beratungsgespräch mit. Lassen Sie sich keinesfalls sofort zu einer Entscheidung drängen, sondern bitten Sie um einige Tage Bedenkzeit, die Sie beispielsweise für Gespräche mit Beratern anderer Filialbanken nutzen und so deren aktuelle Konditionen in Erfahrung bringen können.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Bernd Leitner

Mitte-Links: ©panthermedia.net Josef Müllek

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