Kolumne

Studium & Studiengebühren in Bayern | Duales Studium eine Alternative?!

Studiengebühren in Bayern Studiengebühren in Bayern
Studiengebühren in Bayern

Studiengebühren in Bayern

Bereits seit 2007 gibt es in Bayern die Studiengebühren. Welchen Schaden man damit anrichten würde, hat man damals wohl nicht gedacht. Immerhin sind es mindestens 300 Euro und maximal 500 Euro, die pro Semester an die Universität entrichtet werden müssen.

Das ist so viel, dass es sich einige nicht leisten können und deswegen das Studium abbrechen müssen. Schon damals gab es eine Flut an Protesten und Demonstrationen. Doch bisher ohne Erfolg.

Dadurch wurde die recht aussichtslose Situation eines Studenten noch verschlechtert. Schon damals wurde kritisiert, dass man den finanzschwachen Studierenden damit keine Wahl ließe und diese zwangsläufig die Universität verlassen müssen. Im Grunde hat der Student durch den Beschluss einer Gebühr einfach keine Wahl. Entweder er bezahlt diese Gebühr oder er muss gehen. Genau so etwas gibt es in Deutschland, wo Bildung angeblich nicht vom Geld der Eltern abhängig gemacht werden würde.

Unis im Geldrausch: Wohin mit den Studiengebühren? | quer | Bayerisches Fernsehen

Wettbewerbsföderalismus!

Das prekäre an der Situation ist, dass sich die Studiengebühr nicht nach dem Einkommen regelt. Das wäre in einer Hinsicht vielleicht noch etwas fairer, obwohl man bei der Studiengebühr so oder so nicht von Fairness sprechen kann. Die Höhe der Gebühr wird von den Universitäten frei gewählt.

So ist die Transparenz und damit das Verständnis für einen Studierenden nicht immer einfach aufzubringen. Ist zum Beispiel ein Studiengang überlaufen, wird nicht nur der Numerus Clausus angehoben, sondern teilweise auch die Gebühren.

Genau das wird den entscheidenden Amtsträgern auch vorgeworfen. So wird automatisch dafür gesorgt, dass nur die sogenannte „Elite“, die begehrten und karrieresteigernden Kurse besuchen kann.

Nicole Gohlke, DIE LINKE: Studiengebühren bundesweit abschaffen

Fernstudium erlebt Aufschwung!

Dadurch, dass viele Studenten inzwischen dazu genötigt werden, das Studium durch eine Vollzeitarbeitsstelle zu ersetzen, neigen immer mehr dazu ein Fernstudium anzustreben. Diese Doppelbelastung kann jedoch auch ein Fenster zu einer gezielten Karriere sein.

Immer mehr Studierende bewerben sich auf die sogenannten Dualsysteme. Das bedeutet, dass der Student normal in dem Betrieb arbeitet und nebenher studiert. So schafft er es mithilfe eines berufsbegleitenden Studium zum Bachelor und besitzt gleichzeitig umfangreiche Kenntnisse von praktischen Abläufen.

Das Gute daran ist, dass sich einige Firmen zum Teil sogar an den Studienkosten beteiligen. Wie man auf der verlinkten Seite schön sehen kann, sind die Immatrikulationsbedingungen auch ganz ähnlich wie bei einer herkömmlichen Universität. Im Grunde ist diese Art des Studiums bei zukünftigen Chefs sogar sehr begehrt. Der Studierende hat schon während des Studium Praxiserfahrung sammeln können, wodurch dieser schneller und ohne lange Einarbeitungszeit einsetzbar ist.

Im zweiten Teil geht es um die Frage, was ein Volksbegehren ist, wie so etwas entstehen kann und welche Folgen das für Bayern haben wird.

Bildquelle
Artikelbild: ©panthermedia.net Phovoi R.

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