Kolumne

Spielzeugmuseum Nürnberg – hier werden Erwachsene wieder zu Kindern

Von: Alexandra Koch

Nürnberg ist Spielzeugstadt! Zum einen hat einer der größten Spielwarenhersteller weltweit – Playmobil – ganz in der Nähe in Zirndorf seinen Hauptsitz, zum anderen findet in Nürnberg seit 1950 die weltgrößte Spielwarenmesse statt. So ist es auch kein Wunder, dass ein eigenes Museum in Nürnberg auch dem Thema „Spielzeug“ gewidmet wurde. Das Nürnberger Spielzeugmuseum lässt Kinderaugen erstrahlen, bringt aber auch zahllosen Erwachsenen die Erinnerung an ihre Kindheit zurück, sodass sie dieses oft und gerne aufsuchen.

Das Spielzeugmuseum im Hallerschen Haus – Foto: Holger Schossig

Dazu trägt maßgeblich auch bei, dass das Spielzeugmuseum zum Teil chronologisch gestaltet wurde. So ist die im Dachgeschoss des Museums befindliche Ausstellung „Geschichte des Spielens ab 1945 bis heute“ für viele erwachsene Besucher am interessantesten. Hier können alle Generationen an ihre eigene Kindheit zurückdenken – an Barbie, Lego, Playmobil, Märklin und Co. Hier laden auch Bänke zum Verweilen ein, sodass man alles auf sich wirken lassen kann. Und die Kleinen amüsieren sich derweil in einer liebevoll gestalteten Spielwelt zum Mitmachen.

Die Kindheit Revue passieren lassen

Der Klassiker beim Blechspielzeug: der Brummkreisel – Foto: Berthold Werner

Wer sich also zunächst auf eine Reise durch die eigene Kindheit begeben möchte, der sollte seinen Museumsbesuch im Dachgeschoss starten – ein Tipp, den ich auch ganz persönlich geben kann. Ein Stockwerk tiefer geht es zu Modelleisenbahnen, Modellautos und Blechspielzeug. Darunter befindet sich die Welt der Puppen, die natürlich vor allen Dingen kleine Mädchen begeistert. Im Erdgeschoss spielt dagegen das Holzspielzeug die Hauptrolle. Auch werden hier Sonderausstellungen gezeigt, wie etwa 2011 eine Reise durch die Welt der Schule und des Spielens. Hier lohnt es sich, öfters einmal auf der Seite des Museums vorbeizuschauen und sich über die aktuellen Ausstellungen zu informieren.

Im Erdgeschoss sollte man übrigens auf gar keinen Fall den Außenbereich mit der liebevoll angelegten Modelleisenbahnstrecke verpassen – sie ist ein echtes Highlight.

Insgesamt sind es 1.400 Quadratmeter Fläche, auf der die Spielwaren von der Antike bis zur Gegenwart ausgestellt sind (deutlicher Fokus liegt aber auf den letzten 100 – 200 Jahren und hier auch die Region Bayern, bzw. Nürnberg und Umgebung).

Das Spielzeugmuseum befindet sich in der Karlstraße 13–15 mitten in der Nürnberger Altstadt. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit für Groß und Klein. Erwachsene zahlen 5 € Eintritt, Kinder 3 €.

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