Kolumne

Schloss Neuschwanenstein | Öffnungszeiten im Sommer

Die Entstehungsgeschichte Die Entstehungsgeschichte
Die Entstehungsgeschichte

Die Entstehungsgeschichte

Schloss Neuschwanenstein zählt zu den wichtigsten Touristenattraktionen in Deutschland. Jährlich besuchen diese Sehenswürdigkeit rund 1,4 Millionen Besucher aus der ganzen Welt.

In den Sommermonaten durchstreifen täglich um die 6000 Gäste die Räume des Schlosses. Worin liegt nun die anhaltende Faszination von Neuschwanenstein?

Das in einer idyllischen Berglandschaft gelegene Schloss entspricht, wie wohl kein anderes historisches Gebäude, den Vorstellungen einer typischen deutschen, romantischen Burg. Nur handelt es sich bei Neuschwanenstein nicht um ein original mittelalterliches Bauwerk. Das Schloss wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Ludwig II. konzipiert und entsprach seiner idealisierten Vorstellung des Mittelalters.

Ein weiteres großes Interesse gilt der historischen Figur des bayerischen Königs Ludwig II, obwohl er nur wenige Jahre in Schloss Neuschwanenstein gelebt hat. Die bis heute nicht geklärten Umstände seines Todes haben einen großen Beitrag zur Legendenbildung dieser Persönlichkeit beigetragen und werden auch immer wieder in Filmen, Romanen und Theaterstücken aufgegriffen. Seine exzentrische Lebensführung, die auch Ausdruck in der Gestaltung des Schlosses findet, hat nachfolgende Generationen fasziniert und beeindruckt.

Terra X – Superbauten Schloss Neuschwanstein

Die Entstehungsgeschichte

Ludwig II. war zeit seines Lebens begeistert von dem Werk Richard Wagners. Besonders dessen Opern „Tannhäuser“ und „Lohengrin“ hatten es ihm angetan. Nach einem Besuch auf der Wartburg, auf der große Teile der Handlung der Oper „Tannhäuser“ spielen, entschloss sich Ludwig eine ähnliche Burg für sich zu bauen.

Ihm schwebte eine Art „Freundschaftstempel“ für sich und Richard Wagner vor. Das Schloss Neuschwanenstein entstand im Zeitraum von 1869- 1886 nach Entwürfen des Münchner Theatermalers Christian Jank, die von dem Architekten Eduard Riedel umgesetzt wurden.

Die daraus resultierende Theatralik des Bauwerks war von Ludwig beabsichtig. Besonders deutlich wird dies an dem Sängersaal, der mit thematischen Bildern aus „Lohengrin“ und „Parsifal“ ausgeschmückt ist. Anders als es oft kolportiert wird, hat Ludwig den Bau des Schlosses aus seinem Privatvermögen bezahlt. Die Kosten gingen jedoch so in die Höhe, dass sich der bayerische König immer mehr verschuldete. Schließlich drohte ihm sogar die Pfändung. Dieser Umstand führte dazu, dass Ludwig entmündigt wurde. Wenige Monate nach seinem Tod wurde das Schloss für den allgemeinen Publikumsverkehr freigegeben. Durch das anfallende Eintrittsgeld hoffte man die angehäuften Schulden wieder abzubauen.

Schloss Neuschwanstein Deutschland.

Allgemeine Informationen für den Besucher

Besucher sollten beachten, dass aus Gründen des Denkmalschutzes der Besuch von Schloss Neuschwanenstein nur innerhalb einer Führung möglich ist. Das Filmen und Fotografieren ist während der Führung verboten.

Die Öffnungszeiten des Schlosses sind jetzt im Sommer von 9.00 bis 18.00 Uhr. Die Eintrittskarten kann man nur Ticketcenter im Ort Hohenschwangau erhalten. Dieses liegt unterhalb des Schlosses und hat im Sommer von 8.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ein Kauf der Eintrittskarte ist auch über das Internet bis einen Tag vor dem geplanten Besuch möglich.

[sws_green_box box_size=“640″]Ein Besuch des Schloss Neuschwanenstein ist ein Muss für jeden Touristen, der sich für Kultur und Geschichte in Deutschland interessiert. Schloss Neuschwanenstein zählt zu den herausragenden Baudenkmälern des Historizismus. Der Besuch der Räume des Schlosses gibt einen tiefen Einblick in das kulturelle und gesellschaftliche Leben des 19. Jahrhunderts. Schloss Neuschwanenstein ist auch dank der herrlichen Landschaft, in der es gelegen ist, immer eine Reise wert. [/sws_green_box]

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Thomas Noack

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