Kolumne

Schloss Mespelbrunn – 600 Jahre unterfränkische Geschichte

Von: Jan Sievert

Wasserschlösser – romantisch, verträumt und wunderschön. Diese Beschreibung trifft auch auf das unterfränkische Schloss Mespelbrunn zu. Das Schloss liegt in einem abgelegenen Seitental des Elsava-Tals in der Gemeinde Mespelbrunn und zieht jedes Jahr bis zu 100.000 Besucher an.

Idylle pur: das Schloss Mespelbrunn – Foto: Rainer Lippert

Nachdem der Mainzer Erzbischof Johann II. von Nassau seinem kurfürstlichen Forstmeister Harmann Echter am 1. Mai 1412 den “Platz zum Espelborn” geschenkt hatte, errichtete dieser an einem Weiher ein kleines Haus. Um das Anwesen vor Überfällen und Plünderungen zu schützen, baute sein Sohn das Haus zur Burg mit Wassergraben aus. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg zum Wasserschloss erweitert, das sein heutiges Aussehen vornehmlich zwischen 1551 und 1569 bekam. Vor allem aufgrund des Dreißigjährigen Krieges starb 1665, keine hundert Jahre später, die männliche Echter-Linie aus und das Schloss gelang durch Heirat von Maria Ottilia Echter mit Philipp Ludwig von Ingelheim in den Besitz der Familie von Ingelheim.

Durch seine abgelegene Lage wurde es in all den Jahrhunderten nie durch Kriege beschädigt oder gar zerstört. Seit den 20er Jahren kann der Nordflügel jedes Jahr von Karfreitag bis Allerheiligen besichtigt werden. Den Südflügel bewohnt die Familie von Ingelheim.

Sollten sie noch nie expliziet vom Schloss gehört haben, hat es dennoch der ein oder andere von Ihnen vielleicht schon mal gesehen. Im 1957 gedrehten Spielfilm “Das Wirtshaus im Spessart” und im gleichnahmigen Theaterstück diente es nämlich als Schauplatz der Handlung.

In diesem Jahr reicht die Besuchszeit noch bis zum 1. November, aber auch von außen ist es definitiv sehenswert und lohnt einen Besuch. Sollten sie also ein Wanderfreund sein, dann schauen sie doch einfach einmal in der Gegend vorbei. Das Schloss und die Natur – Idylle pur!

Weitere Infos zum Schloss Mespelbrunn finden Sie auch auf der Seite www.burgen-und-schloesser.net.


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