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Kolumne

Natur, Erholung und Badespaß im Fränkischen Seenland

Von: Eranie Funderburk

foto-eranie-24Urlaub im Fränkischen Seenland macht Spaß! Hier hat man die Möglichkeit, die Natur zu genießen, wunderschöne Sehenswürdigkeiten zu betrachten,  ab und zu ein erfrischendes Bad in einer der  Seen zu nehmen oder man nutzt ganz einfach eines der vielen anderen Freizeitangebote der Region.

Das künstlich erschaffene Fränkische Seenland besteht aus dem Großen und dem Kleinen Brombachsee, dem Igelsbachsee, dem Altmühlsee und dem Rothsee sowie dem Hahnenkammsee und dem Dennenloher See.

Der Brombachsee ist nicht nur bei Sonnenuntergang schön - Foto: © P.Weber / PIXELIO

Der Brombachsee ist nicht nur bei Sonnenuntergang schön – Foto: © P.Weber / PIXELIO

Angelegt wurden diese Gewässer, um die Wasserverteilung zwischen Nord- und Südbayern auszugleichen. Dabei wird nun das Wasser aus dem Altmühltal und dem Donautal in das Regnitz-Main-Gebiet geleitet.

Im Mittelpunkt des Fränkischen Seenlands befindet sich der 8,7 Quadratkilometer Große Brombachsee, der 2,5 Quadratkilometer Kleine Brombachsee und der 0,9 Quadratkilometer große Igelsbachsee. Diese drei Seen werden von zwei Staudämmen getrennt. Etwa 20 km weiter, Richtung Nordosten befindet sich der Rothsee. Er ist 2,2 Quadratkilometer im Durchmesser. Der Altmühlsee befindet sich etwa 10 km westlich vom Zentrum des Fränkischen Seenlands entfernt und ist 4,5 Quadratkilometer groß. Weiter südlich liegt der 0,23 Quadratkilometer große Hahnenkammsee. Dieser ist ca. 15 km entfernt und zählt zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der Dennenloher See hat im Vergleich zu den anderen Stauseen keine Funktion im Bezug auf die Wasserwirtschaft. Er gehört dennoch zum Fränkischen Seenland und ist im Durchmesser 0,22 Quadratkilometer groß.

Eine Bootstour auf dem Altmühlsee - Foto: © Ruth Rudolph / PIXELIO

Eine Bootstour auf dem Altmühlsee – Foto: © Ruth Rudolph / PIXELIO

Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses Ernst Lechner, der von 1970 bis 1978 das Amt innehatte, gilt als der Vater des Fränkischen Seenlands. Er stellte den Antrag am 16. Juli 1970 und der Bayerische Landtag stimmte diesem Antrag zu. 1974 wurde der erste Stollenanschlag getätigt. Franz Josef Strauß war es dann, der als Ministerpräsident die Ehre hatte am 1. August 1986 den Kleinen Brombachsee, den Igelsbachsee und den Altmühlsee einzuweihen. 14 Jahre später, am 20. Juli 2000 wurde der Große Brombachsee durch den damals amtierenden bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber für die Öffentlichkeit freigegeben.

Das Wasser der Altmühl und das Wasser der Donau werden mit zwei unterschiedlichen Systemen verteilt. Das Wasser des Altmühltals wird aufgestaut und verbessert die Wasserqualität von Main und Regnitz. Das Wasser gelangt bei Hochwasser durch Zuleitungen zum Kleinen Brombachsee. Dann wird das Wasser über den Großen Brombachsee zunächst in die Rezat, dann in die Rednitz bis nach Nürnberg in die Regnitz und von dort aus in den Main geleitet. Unter natürlichen Bedingungen würde das Wasser einen ganz anderen Verlauf nehmen, nämlich in Richtung Donau. Ist der Donau-Wasserpegel sehr hoch, dann wird das Wasser in den Rothsee geleitet. Das Wasser des Rothsees wiederum wird an die Rednitz, den Fluss Roth und die Kleine Roth weitergelenkt.

Und noch ein Sonnenuntergang, dieses Mal am Rothsee - Foto: © Brigitta Stautz / PIXELIO

Und noch ein Sonnenuntergang, dieses Mal am Rothsee – Foto: © Brigitta Stautz / PIXELIO

Zum Fränkischen Seenland gehören auch mehrere Naturschutzgebiete. In der Nähe von Gunzenhausen befindet sich die Vogelinsel im Altmühlsee. Sie ist etwa 200 Hektar groß und beherbergt viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten, die auf oder innerhalb der freien Seefläche, im Flachwasserbereich, in den Schilfzonen, auf den Feuchtwiesen und in den Gebüschen leben. Etwa 220 Vogelarten nutzen diesen Bereich jedes Jahr als Brut- und Rastplatz. Das Naturschutzgebiet Grafenmühle ist ein neu geschaffenes Niedermoor mit einer Größe von 8 Hektar. Das Gebiet namens Stauwurzel Igelsbachsee ist ein Biotop, welches aus Freiwasserflächen, Grünlandgesellschaften und vielen weiteren interessanten Abschnitten besteht. Seltene Sandpionierrassen haben sich im Brombachtal gebildet. Hier findet man Pionierpflanzen, die am liebsten auf warmen und trockenen Böden wachsen und sehr viel Licht mögen. Die Dämme Igelsbachsee, Kleiner Brombachsee und Großer Brombachsee sind ebenfalls kleine Naturparadiese, die vielen Pflanzen und Tieren eine Heimat gegeben haben. Neben den vielen Naturschauplätzen gibt es auch noch weitere Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel Weißenburg, Windsbach, Gunzenhausen, Georgensgmünd und viele mehr. Hier kann man Museen, alte Burgen, Schlösser, Gebäude besuchen oder die verschiedenen Freizeitangebote nutzen.

Es lohnt sich einen kleinen Urlaub im Fränkischen Seenland zu machen. Man kann sehr komfortabel in Pensionen und in Hotels übernachten oder auf einem Campingplatz wohnen. Egal, ob man zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Motorrad, dem Boot oder dem Auto die Gegend entdecken möchte, es lohnt sich!

1 Kommentar zu Natur, Erholung und Badespaß im Fränkischen Seenland

  1. Das ist ein toller Bericht über das Fränkische Seenland und natürlich eine wertvolle Werbung für die Region. Herzlichen Dank
    Wolfgang

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