Kolumne

Nach dem Hochwasser kommt die Mückenplage

Die Mückenplage folgt Die Mückenplage folgt
Die Mückenplage folgt

Die Mückenplage folgt

Endlich ist Sommer, die Sonne scheint und die Menschen halten sich viel im Freien auf. Am Abend sitzt die Familie mit Freunden noch auf Balkon oder Terrasse, um die lauen Sommerabende zu genießen.

Wären da nicht die vielen Mücken, die uns gerade seit dem Hochwasser besonders zu schaffen machen, könnte der Abend als perfekt bezeichnet werden.

Wieso gerade jetzt so viele Mücken für rote, juckende Flecken auf der Haut sorgen, ist leider eine natürliche Folge des Hochwassers und des feuchtwarmen Klimas, dass Tage später folgte. Mücken lieben Wasser und feuchtwarmes Klima und vermehren sich bei dieser Wetterkombination ganz besonders rasant. Die Brut kann durch das warme Klima wunderbar im immer noch stehenden Hochwasser gedeihen.

Inhalte des Artikels
Feuchtwarmes Klima stellt für Mücken das ideale Klima dar
Gezielt gegen Mücken und Stiche

Feuchtwarmes Klima stellt für Mücken das ideale Klima dar

Da Mücken gerade im Sommer in einer Phase sind, in der sie sich vermehren wollen, benötigen sie als Nahrung Blut. Im Blut stecken bestimmte Proteine, die für den Nachwuchs dringend notwendig sind, um zur erwachsenen Mücke heranzuwachsen. Es stechen nur die weiblichen Mücken, da diese die Larven mit den Proteinen versorgen.

Die männlichen Mücken sind harmlos und benötigen kein Blut zur Fortpflanzung. Die Stiche können juckende, entzündende Quaddeln auslösen. Bilder von geschwollenen Füßen oder Händen, deren Ursache in einem vermeintlichen harmlosen Mückenstich liegt, sind oft die Folge. Solche heftigen Reaktionen können böse Folgen haben. Kratzt ein Betroffener den roten Stich nämlich auf, können sich Bakterien oder Viren einnisten und für eine Wundinfektion verantwortlich sein. Aus einem harmlosen Mückenstich wird ein echtes gesundheitliches Problem. Deshalb gilt in jedem Fall, die betroffene Stelle unter keinen Umständen aufzukratzen. Besser sind Kühlgels- und salben, die lindern und entzündungshemmend wirken.

Ist der Mückenstich besonders aggressiv oder handelt es sich um mehrere Stiche, so ist ein Besuch beim Arzt zu empfehlen. Dieser verschreibt das entsprechende Medikament. Mücken sind oft wählerisch in ihrer Menschenwahl. Es wird lange nicht jeder gleich von der Mückenplage getroffen. Mücken lieben weder zu heiße, noch zu kalte Körpertemperatur und Schweißgeruch ist sehr willkommen. Neben Schweißgeruch und Körpertemperatur ist der Ausatmungsgeruch, in dem Kohlendioxid vorkommt und die des Milchsäurewertes der Hautflora ausschlaggebend für die Mücke.

Nano – Nach dem Hchwasser droht Mückenplage 3sat 17.06.13

Gezielt gegen Mücken und Stiche

In vielen Fällen hilft hier ein Schutzmittel gegen Mücken. Diese enthalten Duftstoffe, die der weiblichen Mücke so gar nicht gefällt. Dabei ist zu beachten, dass dies nur bei regelmäßiger Anwendung auch tatsächlich hilft. Im Kampf gegen die Mücken setzen Umweltbehörden Eisgranulate ein, die den Mücken den Gar ausmachen.

Die Eisgranulate enthalten bestimmte Proteine, die von den Mücken verzehrt werden und tödlich wirken. Besonders in Hochwassergebieten werden die Granulate mit einem Flugzeug abgeworfen.

Die Granulate schaden der Umwelt nicht, sondern haben nur ein Ziel: das lästige Mücken sich nicht weiter vermehren. Das Gift schadet der restlichen Tierwelt nicht und somit bleibt das Trinkwasser unbedenklich. Solche biologische Gifte können auch im eigenen Garten gute Verwendung finden. Wer als Gartenbesitzer einen Gartenteich sein eigen nennt, kennt die Plage der Steckmücken schon aus vergangener Zeit. Hier haben sich Frösche und Fische als natürliche Feinde der Plagebiester bewährt. So entwickelt sich im Höchstfall nur ein Drittel der Mücken vollständig aus. Eine Plage kann so umweltfreundlich und ohne jegliche Chemie vermieden werden.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Sergey YAkovlev

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