Kolumne

Michael Ende – Mehr Fantasie für Kinder (und Erwachsene)

Von: Anke Becker

Wer kennt ihn nicht, den Jim Knopf aus der Augsburger Puppenkiste. Das dem Puppenspiel zu Grunde liegende Buch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist eines der erfolgreichsten Kinderbücher des Autors Michael Ende.

Michael Ende wurde 1929 in Garmisch geboren und wuchs als Sohn des Malers Edgar Ende und seiner Frau Luise Bartholomä in einem kreativen Umfeld auf. Sein Vater malte Visionen und Fantasien in Form von surrealistischen Bildern – Michael Ende hingegen fühlte sich mehr zum Wort und zur Musik hingezogen.

Michael Ende

Nach einer Jugend in München, wo er das Maximiliansgymnasium besuchte, wurde er kurz vor Kriegsende eingezogen. Ende desertierte und machte sich für die Widerstandsbewegung Freiheitsaktion Bayern stark. Er holte seinen Schulabschluss in der Stuttgarter Waldorfschule nach und besuchte die Schauspielschule Otto-Falckenberg-Schule in München. Nach erfolgreichem Anschluss der Akademie verfasste Ende Kabaretts und Dramen.

Sein Durchbruch kam erst mit seinem Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, das 1960 veröffentlicht wurde. Im Anschluss wurde sein Können von der Öffentlichkeit nur noch auf die Sparte Kinder- und Jugendbücher reduziert. Ende freundete sich nach und nach mit dieser Kategorisierung an und konnte mit weiteren Werken für Kinder begeistern. Er schrieb das Kinderbuch „Momo“ (1973), welches später verfilmt und als Oper „Momo und die Zeitdiebe“ aufgeführt wurde. Weitere wichtige Werke waren „Jim Knopf und die Wilde 13“,„Die unendliche Geschichte“ und „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“. In seinen Kinderbüchern geht es meist um die Bedrohung und Rettung von Fantasiewelten. Außer an Kinderbüchern arbeitete Michael Ende auch an verschiedenen Musiktheaterstücken und Hörspielen. Michael Ende verstarb 1995 an Magenkrebs und hinterließ Generationen von Kindern Bücher zum Träumen.

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